Statistik

So viel Strom im Norden kommt aus erneuerbaren Energien

Mehrere Bundesländer wollen bei den Abstandsregelungen für Windräder nicht mitmachen.

Mehrere Bundesländer wollen bei den Abstandsregelungen für Windräder nicht mitmachen.

Foto: Ingo Wagner / dpa

Hamburg erhöht den Anteil regenerativer Energie – aber auf niedrigem Niveau. Schleswig-Holstein produziert mehr, als es verbraucht.

Hamburg. 2018 ist der Anteil erneuerbarer Energie bei der Stromproduktion in Hamburg gestiegen – bleibt aber auf niedrigem Niveau. Wie das Statistikamt Hamburg/Schleswig-Holstein am Montag mitteilt, wurden 93,5 Prozent des Stroms in der Hansestadt aus fossilen Energieträgern produziert, das sind 10,38 Millionen Megawattstunden (MWh). 0,62 MWh wurden aus regenerativen Quellen produziert. Damit ist der Anteil erneuerbarer Energiequellen um 17,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Insgesamt wurden in Hamburg 11,11 Millionen MWh produziert, das entspricht einem Anstieg von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Aus welchen Quellen kommt der Strom in Hamburg?

Fossile Energieträger gesamt: 10.381.650 MWh

  • Kohle: 9.301.433 MWh
  • Erdgas: 1.038.485 MWh
  • Mineralöl: 41.732 MWh

Erneuerbare Energien gesamt: 616.869 MWh

  • Windkraft onshore: 208.927 MWh
  • Biomasse: 159.786 MWh
  • Abfälle 101.318 MWh (in der offiziellen Statistik wird nur die Hälfte der Stromproduktion aus Abfällen als regenerative Energiequelle geführt)
  • Klärgas/schlamm: 94.206 MWh
  • Biogas: 74.822 MWh
  • Photovoltaik: 28.116 MWh
  • Wasserkraft: 353 MWh

Zusätzlich stammen 57.165 MWh im Hamburger Strommix aus "sonstigen Energieträgern", 95 MWh aus Batteriespeichern und Pumpspeicher-Anlagen. Insgesamt wurden 2018 in Hamburg 11.106.438 MWh Strom produziert.

Wie wurde der Strom in Schleswig-Holstein produziert?

Schleswig-Holstein hat im vergangenen Jahr rund 60 Prozent seines Stromes aus regenerativen Energien produziert. Rein rechnerisch entsprechen die 22,57 Millionen MWh aus erneuerbaren Energien 150 Prozent des Stromverbrauchs im nördlichsten Bundesland. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil marginal um 0,1 Prozent gesunken, was laut Statistikamt darauf zurückzuführen ist, dass 2018 ein "eher windschwaches" Jahr gewesen sei, das "leicht unter dem langjährigen Durchschnitt" lag.

Der Anteil des aus Kernkraft erzeugten Stromes lag bei 27,7 Prozent, fossile Energieträger kommen auf 11,2 Prozent. Insgesamt wurden in Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr 37,43 Millionen MWh Strom produziert, ein Anstieg von 14,8 Prozent im Vergleich zu 2017.

Aus welchen Quellen kommt der Strom in Schleswig-Holstein?

Erneuerbare Energien gesamt: 22.567.108 MWh

  • Windkraft onshore: 11.266.843 MWh
  • Windkraft offshore: 6.880.919 MWh
  • Biogas: 2.665.898 MWh
  • Photovoltaik: 1.363.688 MWh
  • Abfälle: 518.256 MWh (in der offiziellen Statistik wird nur rund die Hälfte der Stromproduktion aus Abfällen als regenerative Energiequelle geführt)
  • Klärgas/schlamm: 66.226 MWh
  • Biomasse: 66.062 MWh
  • Wasserkraft: 6713 MWh

Kernenergie: 10.375.751 MWh

Fossile Energieträger gesamt: 4.196.805 MWh

  • Kohlen: 2.748.332 MWh
  • Erdgas: 1.168.477 MWh
  • Mineralöl: 279.996 MWh

Zusätzlich stammen 11.126 MWh aus "sonstigen Energieträgern", weitere 11.270 MWh stammen aus Batteriespeichern und Pumpspeicheranlagen. Insgesamt wurden 2018 in Schleswig-Holstein 37.429.557 MWh Strom produziert.