Pflege

Prüfer-Storcks: „Jens Spahn ist nicht gut beraten“

Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks

Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks

Foto: Marcelo Hernandez

Hamburgs Gesundheitssenatorin plädiert seit Längerem für eine Einmalanhebung der Leistungen aus der Pflegeversicherung.

Hamburg. Bei der Konferenz der Arbeits- und Sozialminister der Länder, die am heutigen Donnerstag in Rostock fortgesetzt wird, macht sich Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks erneut für die Begrenzung der Eigenanteile in der Pflege stark. Die SPD-Politikerin plädiert seit Längerem für eine Einmalanhebung der Leistungen aus der Pflegeversicherung sowie das Einfrieren des Eigenanteils. Hintergrund ihres Vorstoßes sind die drohenden Kostensteigerungen von bis zu 500 Euro pro Monat in den nächsten Jahren in den Heimen. Gesundheitsminister Jens Spahn hatte den Vorstoß abgelehnt und einen eigenen Vorschlag angekündigt.

Gegenüber dem Abendblatt sagte Cornelia Prüfer-Storcks: „Der Bundesgesundheitsminister ist nicht gut beraten, eine umfassende Pflegereform erst im nächsten Jahr und im Alleingang vorzubereiten, wie er es angekündigt hat. Ich kann nur dazu raten, dass wir bei dem sensiblen Thema Pflege einen übergreifenden politischen Konsens finden – zwischen Bund und Ländern und ebenso über Parteigrenzen hinweg.“ Daher brauche man sofort eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe.“