CDU fordert deutliche Preissenkung bei HVV-Schülerkarten

CDU-Verkehrspolitiker Dennis Thering.

CDU-Verkehrspolitiker Dennis Thering.

Foto: imago stock / imago/Lars Berg

Auch Einschränkungen und Bürokratie müssten abgebaut werden. Dazu hat die Fraktion jetzt einen Bürgerschaftsantrag eingebracht.

Hamburg . Die CDU hat eine sofortige Verbilligung von HVV-Schülerkarten und den Verzicht auf zeitliche Einschränkungen gefordert und dazu einen Bürgerschaftsantrag eingereicht. Danach soll die Zeitabhängigkeit der Tageskarten für Schüler abgeschafft, die Altersgrenze für Schülerkarten auf 18 Jahre angehoben und der Preis einer Schülermonatskarte im Bereich Hamburg AB auf maximal 20 Euro und im Gesamtbereich auf maximal 30 Euro begrenzt werden. Die Preise für Geschwisterkarten sollen analog dazu zehn Euro bzw. 15 Euro nicht überschreiten. Zudem solle bei der Beantragung von Schülerabonnements auf die bisher obligatorische Vorlage von Schulnachweisen verzichtet werden.

„Wir wollen Busse und Bahnen als Rückgrat der Mobilität in Hamburg weiter stärken. Dazu gehört es auch, veraltete Tarifstrukturen zu überwinden und attraktiver zu machen, was wir mit unserem Antrag erreichen möchten“, sagte CDU-Verkehrspolitiker Dennis Thering. „Die zeitliche Begrenzung der Gültigkeit der Schülertageskarten ab 9 Uhr ist realitätsfremd. Gleiches gilt für die willkürlich gezogene Altersgrenze bei 14 Jahren. Zudem ist die Pflicht zur Beibringung von Schulnachweisen für Fahrkarten bis zum 18. Lebensjahr eingedenk der ohnehin geltenden Schulpflicht unnötig.“

CDU hatte zuletzt ein 365-Euro-Jahresticket für alle gefordert

Darüber hinaus unterstütze die CDU die Elternkammer darin, „die Preise einer Schülermonatskarte im Bereich Hamburg AB auf maximal 20 Euro und im Gesamtbereich auf maximal 30 Euro zu begrenzen“, so Thering. „Das fördert die Mobilität von Schülern und entlastet Familien. Im nächsten Schritt wollen wir Schülerinnen und Schülern die kostenlose Nutzung von Bussen und Bahnen ermöglichen. In Berlin ist das seit Mai bereits Realität.“ CDU-Schulpolitikerin Birgit Stöver sagte, die Anpassung der Altersgrenze für Kinderfahrkarten sei überfällig. Die geforderte Abschaffung des Schülernachweises spare „Zeit und Nerven bei allen Beteiligten“, so Stöver.

Die in Hamburg hohen Preise für den Öffentlichen Personennahverkehr sind längst wichtiges Thema im Wahlkampf. Die CDU hatte zuletzt ein 365-Euro-Jahresticket für alle gefordert. Die SPD verspricht in ihrem Wahlprogramm günstigere Karten für bestimmte Gruppen. HVV-Schülerkarten sollen bis 2025 sogar kostenlos werden.