Hamburg

4000 Trecker kommen in die City – Verkehrschaos befürchtet

Landwirte bei der Demonstration im Oktober in der City.

Landwirte bei der Demonstration im Oktober in der City.

Foto: Lagershausen

Landwirte aus ganz Norddeutschland planen am Donnerstag eine Sternfahrt zum Gänsemarkt. Diese Straßen sind betroffen.

Hamburg. Am Donnerstag müssen sich die Hamburger an zwei aufeinanderfolgenden Tagen auf erhebliche Verkehrsbehinderungen einstellen: Aus Anlass der in Hamburg stattfindenden Konferenz der Umweltminister soll es erneut eine Sternfahrt von Landwirten mit ihren Treckern geben.

In sieben Konvois aus der Umgebung der Stadt machen sich Landwirte auf den Weg. Zur Mittagszeit kommen Aufzüge von der Wedeler Landstraße, von der Holsteiner Chaussee, der Saseler Chaussee sowie der Wentorfer Straße nach Hamburg und fahren bis zum Gänsemarkt. Auch aus der Umgebung von Buchholz und Stade sind zwei Trecker-Konvois angemeldet. Erwartet werden nach Angaben der Polizei etwa 4000 Teilnehmer, die in der Zeit von 12 bis 15 Uhr mit ihren Treckern an der Abschlusskundgebung am Gänsemarkt teilnehmen wollen.

Polizei befürchtet Straßenblockaden

Bereits im Oktober waren Landwirte mit rund 350 Treckern in die Hamburger Innenstadt gefahren. Das hatte für Aufmerksamkeit, aber auch für ein Verkehrschaos gesorgt. Die Hochbahn hatte sogar den Zugverkehr der U3 ab Berliner Tor in die City einstellen lassen. Der Grund: Die Trecker-Kolonne fuhr auch über den unter der Mönckebergstraße verlaufenden U-Bahn-Tunnel. Die Fahrzeuge, so die Befürchtung, seien zu schwer für die Kon­struktion.

Die Umweltministerkonferenz, bei der Hamburg den Vorsitz hat, findet von Mittwoch bis Freitag in der Hansestadt statt. Am Freitag, 15. November, soll am Mittag erst die "Fridays for Future"-Bewegung in St. Georg demonstrieren. Von dort soll sich ein Aufzug durch die Innenstadt bewegen. Die Polizei befürchtet, dass es danach zu Aktionen, beispielsweise Straßenblockaden, kommen wird.

Nachmittags demonstrieren auch Linke

Am späten Freitagnachmittag macht zudem ein linkes Bündnis gegen das neue Polizeigesetz mobil. Dieser Aufzug wird ebenfalls durch die Innenstadt verlaufen. Dort werden auch militante Linke erwartet. Bei beiden Demonstrationen rechnen die Anmelder mit jeweils rund 1000 Teilnehmern. Die Polizei wird mit einem Großaufgebot die Demonstrationen begleiten.

Neben der gesamten Bereitschaftspolizei werden vermutlich auch Beamte der Alarmabteilungen im Einsatz sein, die aus Polizisten der Hamburger Wachen bestehen. Die Polizisten werden sich in Fahrzeugkolonnen zu den Demonstrationsorten bewegen oder ihre Mannschaftswagen während verlegen. So wird es nicht nur durch die Aufzüge selbst, sondern auch durch die Fahrzeugkolonnen der Polizei erhebliche Behinderungen für den Fahrzeugverkehr geben.