Hamburg

Liebesschlösser an Lombardsbrücke müssen weichen

Liebesschlösser an der Lombardsbrücke.

Liebesschlösser an der Lombardsbrücke.

Foto: picture alliance / dpa

Ab Montag beginnen die Restaurierungsarbeiten an dem Wahrzeichen. Bis dahin besteht noch die Chance, die Schlösser abzubauen.

Hamburg. 300 bis 400 Liebeschlösser hängen an der Hamburger Lombardsbrücke. Ab Montag werden sie entfernt, weil dann die schon lange geplanten Restaurierungsarbeiten beginnen. Bis dahin hat noch jeder, der dort ein Liebesschloss angebracht hat, die Chance, es vor dem Zugriff der Bauarbeiter zu retten.

Mit den Vorkehrungen für die Restaurierung beginnt der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) bereits am Sonnabend: Ein Jahr lang wird der rechte Fahrstreifen Richtung Wallringtunnel gesperrt und auf die Gegenfahrbahn verlegt, so dass für die gesamte Bauzeit weiterhin zwei Fahrspuren je Richtung zur Verfügung stehen. Während der Einrichtung der Baustelle am Sonnabend von 18 Uhr bis 0 Uhr (bei schlechtem Wetter alternativ im Laufe des Sonntags ab 10 Uhr) ist je Richtung nur ein Fahrstreifen offen.

2021 soll der Fußgängertunnel instandgesetzt werden

Die Arbeiten an der Brücke sollen bis zum Herbst 2020 abgeschlossen sein. Bis dahin werden die Natursteinfassaden, Balustraden und das Mauerwerk der Schiffsdurchfahrten sowie die Kandelaber denkmalgerecht restauriert. Außerdem ist geplant, die fehlenden Kandelaber und Fahnenmasten auf der Außenalsterseite wieder herzustellen und ein neues Lichtkonzept für das Bauwerk umzusetzen. Anschließend soll 2021 der angrenzende Fußgängertunnel instandgesetzt.werden.

In den ersten beiden Bauabschnitten waren 2015 auf der Brücke bereits die Abdichtung und die Beläge erneuert worden. Gleichzeitig wurde die Fahrbahn neu aufgeteilt, so dass die Fläche für den Geh- und Radweg um mehr als einen halben Meter verbreitert werden konnte. Auch die Oberflächen der Geh- und Radwege wurden erneuert.