Keime

Wilke-Wurst: 250 Betriebe in Hamburg beliefert

Nach zwei Todesfällen durch Keime in Wurstwaren musste der Hersteller die Produktion stoppen. foodwatch kritisiert das Krisenmanagement von Behörden und Firma.

Nach zwei Todesfällen durch Keime in Wurstwaren musste der Hersteller die Produktion stoppen. foodwatch kritisiert das Krisenmanagement von Behörden und Firma.

Foto: dpa

Es sollen auch Hamburger Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen von Wilke beliefert worden sein. Behörde prüft weitere Fälle.

Hamburg. Die Stadt arbeitet weiterhin daran, die mögliche Gefahr durch verunreinigte Wurstwaren der Firma Wilke zu bannen: Es würden Proben in Laboren untersucht und die Verbreitung des potenziell gesundheitsschädlichen Fleisches geprüft, so ein Sprecher der Gesundheitsbehörde. Man gehe davon aus, dass rund 250 Betriebe und Einrichtungen mit Produkten des hessischen Wurstfabrikanten beliefert wurden.

Zuletzt war bekannt geworden, dass auch eine Kita in der Neustadt mit Wurst beliefert wurde, die mit Listerien-Keimen verseucht gewesen sein könnte. Die Leitung der Einrichtung hatte sofort die Eltern der Kinder informiert und verzichtet bis auf Weiteres auf Aufschnitt zum Frühstück. Wie es hieß, sollen auch Krankenhäuser und Pflegeheime mit mutmaßlich kontaminierter Wurst beliefert worden sein. „Die Rückverfolgung aller Lieferungen ist komplex und aufwendig“, so der Sprecher der Gesundheitsbehörde. Die Ämter in allen Bezirken arbeiteten mit Hochdruck an der Bereinigung der Situation.

Ein Sprecher der Asklepios-Kliniken sagte, es sei bislang kein Fall bekannt, in dem stationäre Patienten in Kontakt mit der Wurst von Wilke gekommen seien. Derzeit werden hamburgweit drei Patienten mit einer Listeriose in Kliniken behandelt. In keinem der Fälle gibt es bislang aber einen direkten Zusammenhang zu den Wurstwaren von Wilke.