Medien

Springer stellt gedruckten Hamburg-Teil der "Welt" ein

Mathias Döpfner, Vorstandschef der Axel Springer SE

Mathias Döpfner, Vorstandschef der Axel Springer SE

Foto: Britta Pedersen / picture alliance/dpa

Kürzungen bei der Axel Springer SE. Unter anderem soll der Hamburger Regionalteil der "Welt" eingestellt werden.

Hamburg. Die Axel Springer SE hat weitreichende Kürzungen bei seinen Medienprodukten angekündigt: Sowohl bei der "Bild"-Zeitung (und der "B.Z.") als auch bei der überregionalen Tageszeitung "Die Welt" wird es zu Kosteneinsparungen in einem Gesamtvolumen von 50 Millionen Euro kommen, wie der Verlag am Montag mitteilte.

Stephanie Caspar, Vorstand bei Axel Springer, erklärte, eine Investition in die Zukunft der Marken erfordere "Einschnitte leider auch bei Mitarbeitern, die sich täglich mit viel Leidenschaft für den Erfolg unserer journalistischen Marken einsetzen. Wir setzen daher in erster Linie auf Freiwilligkeit, Fluktuation und Vorruhestandsregelungen und werden alles tun, diesen notwendigen Wandel für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einem attraktiven Paket, das auch mit Qualifizierungen für andere Jobprofile fit macht, so gut wie möglich zu unterstützen."

Die wichtigsten Einsparungen bei Axel Springer

  • Eine "Personalreduktion" ist für fast alle Bereiche angekündigt: Sowohl im Verlag und den Redaktionen als auch bei den Vermarktern Media Impact und Sales Impact.
  • In der Verlagsmitteilung heißt es wörtlich: "Die werktäglichen Ausgaben der 'Welt Kompakt' sowie der 'Welt Hamburg' werden eingestellt."
  • Die Redaktionen von "Bild" und "Bild am Sonntag" sollen noch enger zusammengeführt werden – noch nicht bekannt ist, ob "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt dann auch als Chefredakteur der Sonntagszeitung fungieren soll.
  • Die Berliner Boulevardzeitung "B.Z." bekommt ihre überregionalen Inhalte künftig vollständig von der "Bild" – umgekehrt soll die "B.Z." die regionalen Nachrichten für die Berliner Ausgabe der "Bild" liefern.

Gleichzeitig kündigte die Axel Springer SE Investitionen in einem Gesamtvolumen von 100 Millionen Euro an, "vor allem bei Video, Sport und Paid Content", so Caspar.