Kritik

Verkehrsplanung: Opposition rügt Hamburgs Senat

In Hamburg schnappte die Staufalle im vergangenen Jahr besonders häufig zu – wie hier an der Billhorner Brückenstraße.

In Hamburg schnappte die Staufalle im vergangenen Jahr besonders häufig zu – wie hier an der Billhorner Brückenstraße.

Foto: Picture Alliance

CDU-Verkehrspolitiker Dennis Thering warf dem Senat vor, zentrale Probleme nicht zu lösen, beispielsweise „das tägliche Stau-Chaos".

Hamburg. Mit Blick auf eine Veranstaltung zum Auftakt für eine mehrjährige Verkehrsentwicklungsplanung unter Einbeziehung der Bürger am Montagabend und den Abendblatt-Mobilitätsgipfel hat die Opposition den Senat kritisiert. „Worauf will der Senat noch warten? Die erschreckenden Daten zur Luftbelastung in Hamburg und zum Klima lassen keine Zeit mehr fürs Zaudern. Jetzt müssen die Weichen neu gestellt werden“, sagte Linken-Verkehrspolitikerin Heike Sudmann.

Bisher habe immer das Auto im Mittelpunkt der Verkehrsplanung gestanden. Die Folgen seien überdeutlich zu spüren und zu sehen: schlechte Luft, mit Autos zugestopfte Straßen und Wohngebiete. Die Chefs der großen Hamburger Verkehrsunternehmen hatten im Abendblatt-Gespräch mehr „Radikalität“ bei der Verkehrswende gefordert und auch Einschränkungen für das Auto ins Gespräch gebracht.

Kritik von der FDP

FDP-Verkehrspolitiker Ewald Aukes kritisiert das am Montag. „Radikale Vorschläge sind keine Mobilitätswende“, so Aukes. „Derzeit ist der ÖPNV nicht in der Lage, die Autofahrer als zusätzliche Fahrgäste aufzunehmen, wie auch jüngste Störungen bei der S-Bahn wieder beweisen. Wir brauchen langfristige Lösungen, angefangen bei einem zuverlässigen und attraktiven ÖPNV-Angebot zu bezahlbaren Preisen.“

CDU-Verkehrspolitiker Dennis Thering warf dem Senat vor, zentrale Probleme nicht zu lösen, nämlich „das tägliche Stau-Chaos, verspätete und unpünktliche Busse und Bahnen und marode Fuß- und Radwege“.