Ottensen. Ärger mit Anlieferungen und zunehmendem Verkehr in Nebenstraßen. Kritik an Beschilderung. Polizei behält sich Reaktion vor.

Bedächtigen Schrittes wagen sich erste Passanten auf das Kopfsteinpflaster der Ottenser Hauptstraße – herunter von den Fußwegen, hinauf auf die Fahrbahn. In der Mittagszeit ist es im Kerngebiet des Hamburger Stadtteils mit seinen vielen Restaurants und kleinen Boutiquen dennoch verhältnismäßig ruhig. Weit und breit ist gerade kein Auto zu sehen – bis auf eine Ausnahme: Mit verdutzter Miene steht Andre Woschemowsi vor seinem geöffneten Lieferwagen: „Ich wusste noch gar nicht, dass das hier jetzt eine autofreie Zone ist.“

Er habe auf dem Weg aber auch keine explizite Beschilderung gesehen: „Wir beliefern alleine hier an der Straße vier Läden, wenn wir hier nicht mehr fahren dürfen, ist das alles andere als optimal.“