Hamburg

CDU fordert mehr Mehrweggeschirr in Haftanstalten

Die Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel. Die CDU kritisiert, dass in den Hamburger Gefängnissen das Essen in Einweg-Aluminium-Menüschalen ausgegeben wird.

Die Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel. Die CDU kritisiert, dass in den Hamburger Gefängnissen das Essen in Einweg-Aluminium-Menüschalen ausgegeben wird.

Foto: Marcelo Hernandez / HA

Bislang wird das Essen dort in Alu-Schalen serviert. Die Kritik der Hamburger CDU: „Absolut inakzeptabel“.

Hamburg. Die CDU in der Bürgerschaft will in den Hamburger Gefängnissen einen stärkeren Einsatz von Mehrweggeschirr, um Müll zu vermeiden. Es sei unverständlich, „dass in den Hamburger Justizvollzugsanstalten das Essen Tag für Tag in Einweg-Aluminium-Menüschalen ausgegeben wird“, heißt es in einem Antrag für die Bürgerschaft. So wurden laut einer Senatsantwort auf eine Kleine Anfrage der CDU allein im vergangenen Jahr 556.000 solcher Aluminium-Schalen zur Essensausgabe genutzt und weggeworfen. „Hinzu kommen 2,2 Millionen kleinere Plastikbehälter. Das ist absolut inakzeptabel“, heißt es in dem Antrag.

Eine solche Praxis stehe dem vom rot-grünen Senat proklamierten nachhaltigen Regierungshandeln entgegen, sagte der Justizexperte der Fraktion, Richard Seelmaecker. „Wasser predigen und Wein trinken. Anders kann man das Verhalten des grünen Justizsenators in Sachen Umweltschutz nicht mehr bezeichnen.“

Einweggeschirr teils auch für Vollzugsbedienstete

Sehenden Auges würden „tagein tagaus riesige Müllberge“ produziert, sagte Seelmaecker. „Obwohl sogar in der Jugendanstalt, in der das Gewaltpotenzial der Gefangenen bekanntermaßen höher ist als bei den meisten erwachsenen Insassen, das Essen in Mehrweggeschirr ausgegeben wird, serviert man allen anderen rund 1700 Insassen das Essen lieber täglich in Alu-Einwegverpackungen.“ Völlig unverständlich sei zudem, warum sogar die Vollzugsbediensteten teils Einweggeschirr erhielten.

Der Senat hatte darauf verwiesen, dass bei der Wahl des Geschirrs neben Hygiene auch sichergestellt sein müsse, dass „die Verpackungen nicht für andere, die Sicherheit gefährdenden Zwecke verwendet werden“ können.