Hamburg

Was Hamburgs CDU von Nordrhein-Westfalen lernen kann

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (l.) und der Bundestagsabgeordnete Marcus Weinberg auf dem Dach der Abendblatt-Redaktion. Im Hintergrund das Hamburger Rathaus.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (l.) und der Bundestagsabgeordnete Marcus Weinberg auf dem Dach der Abendblatt-Redaktion. Im Hintergrund das Hamburger Rathaus.

Foto: Roland Magunia / Roland Magunia/Funke Foto Services

Ministerpräsident Armin Laschet macht Parteifreunden an der Elbe Mut: „Hamburger CDU mit Marcus Weinberg gut aufgestellt.“

Hamburg.  Er hat etwas geschafft, was Marcus Weinberg auch gern erreichen würde: Der CDU-Politiker Armin Laschet hat 2017 trotz scheinbar aussichtsloser Ausgangslage die SPD-geführte Landesregierung in Nordrhein-Westfalen abgelöst und führt seitdem als Ministerpräsident eine schwarz-gelbe Koalition an.

Für Weinberg, CDU-Spitzenkandidat für die Bürgerschaftswahl im Februar, ist das angesichts schwacher Umfragewerte seiner Partei noch ein weiter Weg. Umso gefragter war der Rat von Armin Laschet, der am Donnerstagabend Gast beim Sommerfest der Hamburger CDU war und vorher auch der Abendblatt-Redaktion einen Besuch abstattete.

Armin Laschet: Hamburgs CDU mit Marcus Weinberg "gut aufgestellt"

„Wir erleben, dass Wahlen immer kurzfristiger entschieden werden“, sagte der Ministerpräsident. „Wichtig ist, dass eine Partei in der Stadtgesellschaft tief verankert ist, die Themen kennt und einen Kandidaten hat, der zu ihrem Programm passt. Da ist die Hamburger CDU mit Marcus Weinberg gut aufgestellt. Er kennt die Stadt, ist engagiert und dynamisch und hat eine Vorstellung, wo es mit Hamburg hingehen soll.“

Laschet machte den Parteifreunden an der Elbe daher Mut: „Die Grundvoraussetzungen sind also gut.“

Laschets Erfolg ist für Weinberg ein Vorbild

Die beiden Politiker kennen sich schon lange und gut. Unter anderem vereint sie ihre Faible für Familienpolitik: Laschet war früher Familienminister in NRW, Weinberg ist seit vielen Jahren familienpolitischer Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion.

Dass es in Hamburg aus heutiger Sicht kaum für Schwarz-Gelb reichen dürfte, ist auch Weinberg bewusst. Dennoch nimmt er Laschet durchaus als Vorbild: „Ich habe fasziniert beobachtet, wie das in Nordrhein-Westfalen gelaufen ist. Armin Laschet hat die Themen der Zeit erkannt und das, was die Menschen bewegt und hat das überzeugend transportiert. Und er hatte den Willen, den Wechsel zu schaffen. Das wollen wir in Hamburg auch.“