Wetter

Läuft mein Keller voll? Neuer Regenradar für Hamburg

Ein Unwetter hat Straßen und Keller in einem Wohngebiet überflutet. Solche Starkregenfälle könnten in Zukunft häufiger auftreten. (Archivbild)

Ein Unwetter hat Straßen und Keller in einem Wohngebiet überflutet. Solche Starkregenfälle könnten in Zukunft häufiger auftreten. (Archivbild)

Foto: JOTO

Neuer Service: Interaktive Karte zeigt Aufkommen von Starkregen in einzelnen Hamburger Stadtteilen.

Hamburg. Der Versorger Hamburg Wasser bietet einen neuen Service für alle Bürger: Eine interaktive Karte für die Hansestadt, die ähnlich wie ein Regenradar funktioniert.

Hagel und heftige Gewitter mit starken Güssen hat es schon immer gegeben. Als Folge des Klimawandels wird die Häufigkeit aber steigen, begründet Hamburg Wasser sein Engagement. Das Onlinetool zeigt in Echtzeit, ob, wo und in welchem Ausmaß es in Hamburg und der Metropolregion regnet. Dafür werden Radardaten des Deutschen Wetterdienstes und Regendaten eigener Messstellen von Hamburg Wasser kombiniert.

Alle fünf Minuten wird aktualisiert

Fällt Regen, färbt sich die Live-Karte im entsprechenden Stadtgebiet von hellblau (Schietwetter) bis violett (extremer Starkregen) ein. So ergibt sich ein sehr genaues Bild zu den aktuellen Regenfällen vor Ort, bis in einzelne Straßenzüge. Die neue Warnkarte ist unter www.hamburgwasser.de/starkregen zu finden.

Aktualisiert wird alle fünf Minuten, die Nutzer können den Zeitraum variabel einstellen – bis maximal drei Tage zurück. Beim Zoomen werden Regenhöhen und Starkregenindizes zudem als Wert angezeigt. Zusätzlich zur Echtzeit-Anwendung können Wetter-Interessierte im Archiv historische Daten zu Regenfällen in Hamburg abrufen.

Folgen des Klimawandels bedenken

Hamburg Wasser warnt, dass die Menschen in der Stadt sensibel werden müssen für die Auswirkungen des Klimawandels. "Hausbesitzer können mithelfen, indem sie Regenwasser stärker natürlich versickern lassen – zum Beispiel durch Auto-Stellplätze mit Fugenpflaster", heißt es bei dem Konzern.

Eigentümer und Wohnungswirtschaft sollten zudem ihre Immobilien vor Gefahren schützen. Durch Lichtschächte oder ebenerdige Eingänge könne Wasser leicht in ein Gebäude eindringen. Weitere Informationen dazu finden Interessierte auch auf der Webseite www.risa-hamburg.de, dem Gemeinschaftsprojekt zur Umsetzung einer zukunftsfähigen Regenwasserbewirtschaftung in Hamburg.