Nach Vandalismus-Serie

Flughafen: Soko der Polizei überprüft "Park and Fly"-Fahrer

Polizisten kontrollieren am Flughafen den Fahrer eines Park and Fly-Unternehmes .

Polizisten kontrollieren am Flughafen den Fahrer eines Park and Fly-Unternehmes .

Foto: Michael Arning

Die Firmen bieten Fluggästen Parkplätze und Transfers zum Airport. Kontrolle der Soko Auriga im Zusammenhang mit Vandalismus-Serie.

Hamburg. Die Hamburger Polizei hat am Montag Fahrer von Park and Fly-Unternehmen im Abflugbereich des Flughafens in Fuhlsbüttel kontrolliert. "Es wurde geprüft, ob die Anbieter behördliche Vorschriften einhalten", so ein Polizeisprecher auf Nachfrage. "Und ob beispielsweise Personenbeförderungs- und Gewerbescheine vorliegen."

Die Aktion erfolgt nach Abendblatt-Informationen unter Führung der polizeilichen Ermittlungsgruppe Auriga, die nach einer großen Vandalismus-Serie an geparkten Fahrzeugen eingerichtet worden war. Zu der Soko zählen zwölf Beamte.

Polizei hat konkurrierende Park-Dienstleister im Visier

Seit Mitte Juli wurden rund um den Flughafen immer wieder Fahrzeuge mit zerstochenen Reifen und zerkratztem Lack festgestellt. Bislang geht die Polizei von 226 beschädigten Autos aus. Fast alle betroffenen Fahrzeuge hatten ein auswärtiges Kennzeichen, darunter auch Autos aus Dänemark.

Die ersten Beschädigungen waren am 10. Juli von einem Spaziergänger im Stadtteil Langenhorn gemeldet worden. Die meisten beschädigten Fahrzeuge wurden im Stadtteil Groß Borstel entdeckt.

Die Polizei verfolgt unter anderem die Theorie, dass konkurrierende Anbieter von Park-Dienstleistungen („Valet Parking“) hinter dem Vandalimus stecken könnten. Es gibt zahlreiche Indizien, die diese These der Ermittler stützen.

Ergebnis der heutigen Polizei-Kontrolle steht aus

Park and Fly-Firmen bieten Flugreisenden Parkplätze in der weiteren Umgebung des Airports sowie den Transfer vom Parkplatz zum Flughafen und nach der Rückkehr aus dem Urlaub zur Parkfläche. Das Ergebnis der heutigen Kontrolle steht noch aus.