Flensburg

Punktekonto: Deutlich mehr Temposünder in Hamburg

Ein Polizist hält bei einer Geschwindigkeitskontrolle an der Bundesstraße Fahrzeuge an.

Ein Polizist hält bei einer Geschwindigkeitskontrolle an der Bundesstraße Fahrzeuge an.

Foto: dpa

Bei zu schnellen Autofahrern gab es laut Verkehrssünderdatei in der Hansestadt einen Zuwachs um gut 30 Prozent.

Hamburg. Das Fahrverhalten auf Deutschlands Straßen hat 2018 zu mehr als 4,8 Millionen neuen Einträgen in der Verkehrssünderdatei des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) in Flensburg geführt. Das waren 3,5 Prozent mehr Vergehen als im Vorjahr.

Erschreckend: Bei den Temposündern stechen die Hamburger hervor. Hier gab es 2018 zweistellige Zuwächse (31,3 Prozent). Eine deutlichere Zunahme als in Hamburg gab es nur in Rheinland-Pfalz: Mit einem Plus von 46,7 Prozent verdoppelte sich deren Zahl in dem südwestlichen Bundesland.

Weniger betrunkene Fahrer und Unfallfluchten

Zuwächse gab es auch in Hessen (24,7), Mecklenburg-Vorpommern (22,2) und Sachsen-Anhalt (16,8). Dagegen fanden aus dem Saarland (minus 20,0 Prozent) deutlich weniger Raser Eingang ins Verkehrszentralregister. Bundesweit neu in die Sünderkartei Eingang fanden mehr als 3,1 Millionen Tempoverstöße. Das entspricht laut KBA einem Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Prozent.

Während Bereiche wie Alkohol am Steuer, Unfallfluchten oder Fahren ohne Führerschein 2018 abnahmen, registrierte die Behörde vor allem mehr Geschwindigkeitsverstöße und Fahrten unter Drogeneinfluss.

Deutlich mehr Drogenverstöße

Den größten Anstieg gab es bei den Drogenverstößen mit 14,1 Prozent auf 43.066 Delikte. Bundesweit erhielten 250.256 Fahrer Einträge wegen Straftaten in das Fahreignungsregister, wie die Datei im Behördendeutsch heißt. Bei 122.539 von ihnen waren es gleich drei Punkte. Mit 26.849 stammten die meisten von diesen wiederum aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Insgesamt waren in der Verkehrssünderdatei mit Stand 1. Januar bundesweit gut elf Millionen Fahrer erfasst. Deren Zahl ist in den vergangenen Jahren angestiegen. 2016 hatten erst knapp 8,6 Millionen Menschen einen Eintrag in der Verkehrssünderdatei.

( dpa/mw )

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