Eimsbüttel

Tempo 30 vor der Kita: Warum sich fast niemand daran hält

Suchbild: Das Tempo-30-Schild wird von einem Baum verdeckt.

Suchbild: Das Tempo-30-Schild wird von einem Baum verdeckt.

Foto: Timo Prüfig

In Eimsbüttel herrscht morgens ein großes Verkehrschaos, gefährlich für Hunderte Kita-Kinder. Ein Baum verschärft die Lage.

Hamburg. Wenn in der Weidenallee morgens die Kinder zur Kita müssen, bricht an der Straße in Eimsbüttel regelmäßig das ganz große Verkehrschaos aus. Besonders seitdem der Radweg nicht mehr auf dem Bürgersteig verläuft, ärgern sich Fahrradfahrer über Wagen, die in der zweiten Reihe parken. Und die meisten Autofahrer halten sich auch nicht an die seit einigen Wochen geltende Tempo-30-Zone, bemängeln Nachbarn.

Das ist auch kaum verwunderlich, denn das Schild, das die Begrenzung auf 30 Kilometer in der Stunde vorschreibt, verschwindet hinter den wuchernden Blättern eines Baumes. Die enge Straße wird dadurch zur Rennstrecke für Raser. Denn das Schild können sie nicht sehen. Zudem wechseln viele Fahrradfahrer auf den Fußweg und/oder ignorieren die (rote) Ampel, klagen Passanten.

Gefährlich für Kinder

Nicht ungefährlich ist die Situation auch für die kleinsten Verkehrsteilnehmer: In der Straße sind jeden Tag Hunderte Kinder unterwegs, immerhin gibt es hier gleich mehrere Kitas.

Bald könnte sich die Situation allerdings bessern: Auf Abendblatt-Anfrage teilte das Bezirksamt Eimsbüttel mit, dass der Baum "kurzfristig beschnitten werde, sodass das Schild erkennbar ist."