Hamburg

Elbphilharmonie zieht mit Empire State Building gleich

Rosy Ferreira knackte mit ihrer Familie die 10-Millionen-Besuchermarke. Kultursenator Carsten Brosda (SPD) gratulierte.

Rosy Ferreira knackte mit ihrer Familie die 10-Millionen-Besuchermarke. Kultursenator Carsten Brosda (SPD) gratulierte.

Foto: dpa / Daniel Bockwoldt

Kultursenator Brosda und Generalintendant Lieben-Seutter begrüßen die zehnmillionste Besucherin – ein Rekord.

Hamburg. Am Freitag um 12.40 Uhr war es soweit: Eine Familie aus Portugal knackte die Zehn-Millionen-Besucher-Rekordmarke der Elbphilharmonie Plaza. Damit kann das Hamburger Wahrzeichen mit seinen rund vier Millionen Besuchern pro Jahr locker mit dem Empire State Building in New York (4,2 Millionen), dem London Eye (3,5 Millionen) und dem Eiffelturm in Paris (7 Millionen) mithalten.

Bei strahlend blauem Himmel begrüßte Kultursenator Carsten Brosda (SPD) die zehnmillionste Besucherin: Rosy (42) aus Porto, die mit ihrer Familie auf der Plaza zu Gast war. Auch Brosda zog dabei den Vergleich zur bekannten New Yorker Aussichtsplattform: „Das ist eine Größenordnung, die in etwa dem Empire State Building entspricht und damit können wir gut leben.“

Die überraschten Gäste aus Portugal erhielten neben Konzertkarten auch zwei Übernachtungen im Hotel The Westin und ein Abendessen. Spontan versprach die Geschäftsführung der Elbphilharmonie auch, die Flugkosten zu übernehmen. Außerdem öffnete das Haus am Freitag für alle Besucher die Türen des Großen Saals und des Foyers. Das Westin-Hotel spendierte 5.000 Franzbrötchen.

2,2 Millionen Konzertgäste seit Eröffnung

Auch die Zahl der Konzertbesucher ist beeindruckend: Seit Eröffnung der beiden Konzertsäle im Januar 2017 waren bereits 2,2 Millionen Menschen zu Gast. Dabei wurde das 789 Millionen teure Bauprojekt wegen der ungeplant hohen Kosten und der längeren Bauzeit nicht immer positiv aufgenommen.

Auch die ständig ausverkauften Konzerte sorgen für Beschwerden. Mittlerweile habe die Geschwindigkeit, in der die Karten ausverkauft sind, aber deutlich abgenommen, so Generalintendant Lieben-Seutter. Während ein Konzert im Großen Saal im ersten Jahr nach 24 Stunden ausverkauft war, sind die Karten mittlerweile „erst“ nach einem Monat weg. Der Große Saal sei im Schnitt jedoch nach wie vor zu 99,6 Prozent ausgelastet.