Medizinische Versorgung

Hoffnung auf mehr Kinderärzte und Gynäkologen in Hamburg

Eine Mutter mit ihrem Kind bei einer Kinderärztin (Symbolfoto).

Eine Mutter mit ihrem Kind bei einer Kinderärztin (Symbolfoto).

Foto: picture alliance

Zahl von Fachärzten könnte durch neue Bedarfsplanung deutlich steigen. Doch es gibt eine Hürde auf dem Weg dorthin.

Hamburger könnten schon bald schneller einen Termin bei mehreren Fachärzten bekommen. Durch eine veränderte Bedarfsplanung könnte es in Zukunft mehr als ein Dutzend neuer Kinderärzte und auch mehr Gynäkologen in der Stadt geben.

Möglich wird dies durch einen Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses – dem mächtigsten Gremium des deutschen Gesundheitswesens. Demnach dürfen sich in Deutschland deutlich mehr Ärzte niederlassen als bisher. Fast 3.500 Mediziner könnten damit bundesweit eine neue Praxis eröffnen oder in einer bereits bestehenden Praxis mitarbeiten. Zuerst hatte der Radiosender NDR 90,3 über die neuen Zahlen berichtet.

150 Kinderärzte bisher in Hamburg

Für Hamburg bedeutet das nach einer ersten Prognose der Kassenärztlichen Vereinigung allein 17 zusätzliche Kinderärzte, wie ein Sprecher dem Abendblatt bestätigte. Das wäre ein deutliches Plus von mehr als zehn Prozent. Insgesamt arbeiten bislang gut 150 niedergelassene Kinderärzte in den Hamburger Praxen.

Daneben dürfen sich auch mehr Gynäkologen in der Hansestadt niederlassen. Ihre Zahl soll laut der Kassenärztlichen Vereinigung um elf steigen. Endgültige Zahlen sollen im Herbst vorliegen.

Kinderärzte schwer zu finden

Größtes Problem dürfte allerdings sein, die neuen Ärzte überhaupt zu finden. "Es werden auch entsprechende Bewerber und Bewerberinnen benötigt, die den Versorgungsauftrag übernehmen möchten", so der Sprecher.