Hamburg-Kolumne

Ein neuer TV-Star – und die verrückteste Aktion der Woche

Influencerin Luisa Lion mit ihrem Hund Leo besuchte am Freitag die „Influencer Dogs‘ Day“.

Influencerin Luisa Lion mit ihrem Hund Leo besuchte am Freitag die „Influencer Dogs‘ Day“.

Foto: Roland Magunia / HA

Anekdoten aus der Gesellschaft, Rück- und Vorblicke auf Veranstaltungen – und alles über die wichtigsten Köpfe der Stadt.

Hamburg. Da war tierisch was los: Am Freitag fand zum ersten Mal ein „Influencer Dogs‘ Day“ in Hamburg statt. Dabei trafen sich bekannte Influencer wie Luisa Lion (mehr als 300.000 Follower auf Instagram), Arzu Liv Haven, Nina Noel oder Goldie mit ihren Hunden im „Bauernhaus“ in der Nähe des HSV-Stadions. Für die Hunde wurden unter anderem ihre Näpfe personalisiert, sie wurden beim Friseur gestylt und von einer Künstlerin gezeichnet. Luisa Lion, die mit bürgerlichem Namen Eckholt heißt, erzählte, sie sei mit ihrem Hund Leo noch nie auf so einem Event gewesen: „Und bei so vielen Leuten und Hunden wird er hier gleich zum Wachhund!“ Warum gerade Tiere auf den Social-Media-Kanälen so erfolgreich sind, erklärte die bekannte Bloggerin Goldie (bürgerlich Michelle Rössel) aus Barmbek: „Ins­tagram ist ein Medium zum Entspannen, und was gibt es Schöneres, als sich zum Feierabend ein paar süße Hunde anzuschauen?“ Ihre Frauchen lernten bei der Veranstaltung unter anderem, wie sie Hundehaare in der Wohnung ruckzuck beseitigen, einen Schnüffelteppich knüpfen und ihrem Tier richtig die Zähne säubern. Alles in allem war es wirklich putzig.

Wie schön ist es, wenn der Vortrag eines Schweizers im Übersee-Club als Erstes mit einer Liebeserklärung an die Hansestadt beginnt. „Hamburg ist meine Lieblingsstadt, denn sie hat alles, was wir Schweizer vermissen: Den Duft der großen, weiten Welt, den Anschluss ans Meer und weltoffene, elegante Menschen. Wir sind doch manchmal etwas klein kariert“, sagte der Botschafter des Landes, Paul Seger. Mit solchen lockeren Sprüchen hatte der Diplomat gleich die Sympathien der Gäste wie CDU-Politiker Dietrich Wersic h, Christiane Görres (Common Purpose), Ökonom Prof. Thomas Straubhaar, Dehoga-Präsident Franz Klein oder Hotelier Niklaus Kaiser von Rosenburg auf seiner Seite. Geladen hatte Flughafen-Chef Michael Eggenschwiler, der als Schweizerischer Honorarkonsul zweimal im Jahr die Swiss- Business-Lunch-Termine veranstaltet.

„Erfolg mit Anstand“: Unter diesem Motto hatte der Club of Hamburg zusammen mit den Strasburger Kreisen ins Hotel Elysèe geladen, 220 Männer und Frauen kamen. Auf dem Podium diskutierten Christian Diekmann (Zertus), Kristina Faßler (WeltN24), Frank Horch (Wirtschaftssenator a. D.) und Thurid Kahl (Beiersdorf AG) zusammen mit Moderator Bernd-Georg Spies (Russell Reynolds Associates) über das Thema „Ethik und Wirtschaft – Ziemlich beste Freunde?!“. Dem Gespräch lauschten unter anderem Ian Karan (Wirtschaftssenator a. D.), Gunter Mengers (Versammlung eines Ehrbaren Kaufmanns zu Hamburg), Eugen Block, Dirk Lau (Handelskammer Hamburg), Helena Peltonen (Transparency International), Friedemann Schulz von Thun (Kommunikationswissenschaftler), Natascha und Thies Gudewer (Gudewer Garteneinrichter), Johann Lindenberg (BDO).

Mit einem bewegenden Konzert in der Christianskirche haben Familie und Freunde am Dienstag Abschied genommen von Dr. Dieter Wild. Der langjährige stellvertretende Chefredakteur des „Spiegel“ und gelegentliche Autor des Hamburger Abendblatts war am 13. April im Alter von 88 Jahren überraschend gestorben. Sein Freund Stefan Aust sprach beim Gedenkkonzert, das das Ensemble Reflektor gestaltete.

Die verrückteste Aktion der Woche war: die Hochhaus-Schlepp-WM. Knapp 100 Sportler aus ganz Deutschland trugen dabei je zwei Sixpacks Einwegflaschen das Radisson-Blu-Hochhaus am Dammtor hinauf (27 Stockwerke). Mit dabei waren auch das Bachelor-Paar Andrej Mangold und Jennifer Lange. Für jeden Teilnehmer, der das Ziel im obersten Stockwerk erreichte, spendete das Unternehmen Sodastream 50 Euro an die Umweltorganisation OceanCare, die sich für den Schutz der Weltmeere einsetzt. Insgesamt kamen auf diese Weise 5000 Euro zusammen. Moderiert wurde der Tag von Ilka Groenewold.

Das Hamburger Designstudio Karl Anders eröffnet eine Dependance in der französischen Hauptstadt. „Wir glauben fest an die Kraft von Paris als Hub der europäischen Kreativszene“, so Lars Kreyenhagen, der Karl Anders 2011 gemeinsam mit Claudia Fischer-Appelt gründete.

Die Kostümbildnerin, Modedesignerin und Stylistin Miyabi Kawai hat in dieser Woche Hamburg besucht, um ihr neues Buch „Dem Meer ist es egal, ob du eine Bikinifigur hast“ (Rowohlt) vorzustellen. Vor rund 60 Männern und Frauen sprach sie in der Thalia-Filiale in der Spitalstraße und ermunterte alle Menschen: Lernt euch selbst zu lieben. Kawai ist vielen bekannt durch die TV-Show „Schrankalarm“ (Vox). Aber auch bei „X-Faktor“, „Poolchampions“ oder „Got to Dance“ trat sie schon auf. Im vergangenen Jahr brachte sie zusammen mit ihrem Partner Manuel Cortez das Buch „Finde deinen Style! Und fühle dich endlich wohl mit dir selbst“ heraus. Der Band schaffte es in der ersten Woche in die Top 10 der Spiegel-Bestsellerliste.

Selbstliebe ist auch eines der Themen von Jules Schönwild. Die bekannte Bloggerin litt zehn Jahre lang unter Panikattacken, was unter anderem mit ihrem Gewicht, das nicht dem Durchschnitt entspricht, zu tun hat. „Wir Dicken sind das unterste Glied der Gesellschaft, wir werden nicht gesehen, was allerdings auch daran liegt, dass wir uns zu häufig verstecken“, sagte die 29-Jährige bei der Vorstellung einer neuen Fitness-Studie im Meridian Spa Eppendorf. Schönwild gibt dort an den nächsten zwei Sonntagen Kurse. Durch Sport habe sie wieder eine Verbindung zu ihrem Körper erhalten. Die sei zwar lange noch nicht so gut wie bei vielen anderen, aber ihre Community bestärke sie darin, immer weiterzumachen: „Es gibt nicht viele übergewichtige Blogger oder Models in Deutschland, wir haben da eine ganz tolle, positive Gemeinschaft über Insta­gram aufgebaut und geben uns gegenseitig Kraft.“

Was interessiert die Unternehmerinnen der Stadt? Na, was der Wirtschaftssenator unternimmt, damit Hamburg ein starker Standort bleibt. Und so sprach Michael Westhagemann im Hotel Vier Jahreszeiten auf Einladung von Kristina Tröger, Präsidentin des Clubs europäischer Unternehmerinnen, unter anderem darüber, wie mehr Zukunftstechnologien in Hamburg angesiedelt werden könnten. Der Vortrag kam bei den 100 geladenen Gästen, darunter Kirsten Dahler (Dahler & Company), Annette von Rantzau (Schloss Rohlstorff), PR-Lady Alexandra von Rehlingen und Sabina Schwitters (Bornhold), gut an.

Einen „Herzenswunsch“ hat sich Eugen Block mit der neuen Dachterrasse auf seinem Grand Elysée erfüllt. Diese heißt „Top Seven“ und liegt in 23 Meter Höhe. Die Elbphilharmonie, der Fernsehturm, der Dammtor-Bahnhof, aber auch die Uni nebenan sind von hier aus zu sehen. Sieben Monate dauerte der Bau der Location. Zur Präsentation erschien Block allerdings nicht, sondern überließ seiner Tochter Christina, die sozusagen die Botschafterin des Luxushotels ist, das Feld: „Wir suchen jeden Tag nach neuen Erlebnissen für unsere Gäste und wollen den Hamburgern somit zeigen, dass wir jung geblieben sind“, sagte Christina Block. Es sei ein cooler Ort entstanden, mit dem auch eine jüngere Zielgruppe angesprochen werden soll, sagte Direktor André Vedovelli. Auf 150 Quadratmetern und zwei Ebenen sollen sich die Gäste wohlfühlen. Die Terrasse öffnet bei gutem Wetter um 15 Uhr.

Bei diesem Event im Millerntor-Stadion ging es ausnahmsweise einmal nicht um Fußball, sondern darum, wie die Digitalisierung unsere Art zu arbeiten verändern wird. Im Vorfeld des Digitalkindergartens, der am 6. Juni mit 50 verschiedenen Sprechern (darunter SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil) auf St. Pauli stattfinden wird, diskutierten Experten wie Karel Golta von Indeed und Mirko Kaminski von achtung! über die Veränderungen am Arbeitsplatz. Eugenia Mönning von Otto erzählte, ihre Vorstände würden gerade alle ihre Schreibtische räumen und zukünftig auf feste Büros verzichten: „Sie müssen Vorbilder sein.“ Daniel Koennecke von Deloitte Digital sagte, er habe sein letztes festes Büro bereits vor mehr als zehn Jahren gehabt, und Christoph Ziegenmeyer von Moia berichtete, keiner seiner Kollegen brauche mehr einen Festnetzanschluss. Martin Schöll von Byton erklärte, seine Firma würde Autos in China fast nur noch per Handy verkaufen, und Michael Vorberger von Samsung sagte, dass neue Arbeitsformen und der bereits jetzt tobende Kampf um die besten Talente untrennbar miteinander verknüpft seien.

Viele Talente hat Sängerin Sarah Lombardi. Nachdem die 27-Jährige bei der TV-Show „Dancing on Ice“ ihre Liebe für Eiskunstlauf entdeckt hatte und sogar siegte, hat die Entertainerin jetzt ein weiteres Engagement. Lombardi wird bei der neuen Holiday-on-Ice-Show „Supernova“ als Gaststar auftreten. Das Programm stellte sie, natürlich auf dem Eis, in der Volksbank Arena vor. Wer sie live sehen möchte, sollte sich den 8. Februar 2020 vormerken, dann ist Lombardi bei „Supernova“ in der Hamburger Barclaycard Arena dabei.