Hamburg

Digitalberaterin ohne Internet – Dauerärger mit dem Provider

Eine Hamburger Unternehmerin wartet verzweifelt auf einen Internetanschluss (Symbolbild).

Eine Hamburger Unternehmerin wartet verzweifelt auf einen Internetanschluss (Symbolbild).

Foto: Imago/photothek

Vor drei Monaten verlegte Sabine Neumann-Heinen ihren Firmensitz, seitdem wartet sie vergeblich auf einen Internetanschluss.

Hamburg.  Digitalberaterin ohne funktionierenden Internetanschluss – darüber klagt derzeit eine Hamburger Einzelunternehmerin. Vor drei Monaten verlegte Sabine Neumann-Heinen in Hammerbrook ihren Firmensitz, seitdem wartet sie vergeblich auf einen Internetanschluss ihres Anbieters 1 & 1. Fünfmal sollten Techniker vorbeikommen und den Anschluss zum Funktionieren bringen – doch es passierte: nichts.

Nur einen halben Kilometer war die Beraterin mit ihrer Firma weitergezogen, von der Amsinckstraße in die Gotenstraße. Eigentlich wollte sie den Internetanschluss ihres vorherigen Büros übernehmen. „Es hieß, ich müsste maximal sechs Wochen warten“, sagt Sabine Neumann-Heinen. Fünf Termine seien in den vergangenen Wochen mit 1 & 1 vereinbart worden – geschehen sei aber nichts. „Es ist einfach niemand gekommen“, sagt Neumann-Heinen.

Selbstständige ist genervt

Mit ihrem Unternehmen berät Neumann-Heinen Kunden in der Digitalisierung, zuverlässiges Internet ist da ein Muss. Jetzt sei ihr Geschäft gefährdet, sagt sie. Das Telekommunikationsunternehmen 1 & 1 sagte dem Abendblatt, es könne die Störung nicht beheben: Der technische Support liege bei der Telekom, das sei vertraglich so geregelt. Der Anbieter sei zwar 1 & 1, die Netze seien jedoch von der Telekom gemietet, die für den technischen Support zuständig bleibe.

Zu Gründen und Ausmaß dieser Störung und warum sich wiederholt niemand kümmerte, äußerte sich die Telekom auf Anfrage nicht. „Wir hören leider immer wieder mal von solchen Problemen“, sagt Telekom-Sprecher Ludwig Leiders. Leidtragende dieser Gemengelage bleibt die Hamburger Digitalberaterin. „Jedes Mal wird mir ein Fenster von mehreren Stunden genannt, wann die Techniker kommen sollen“, sagt sie.

Die Selbstständige ist genervt: „Ich zahle schließlich weiterhin für den Anschluss“, sagt Neumann-Heinen. In­zwischen nutzt sie das Internet über das WLAN eines benachbarten Büros – um ihren Job machen zu können.