SPD-Politiker

Dirk Kienscherfs falsche Freunde auf Instagram

Dirk Kienscherf, SPD-Fraktionsvorsitzender in der Hamburgischen Bürgerschaft

Dirk Kienscherf, SPD-Fraktionsvorsitzender in der Hamburgischen Bürgerschaft

Foto: Daniel Bockwoldt / picture alliance/dpa

Der SPD-Fraktionschef kaufte Follower dazu, um die Reichweite zu erhöhen – und stellte dann fest, dass das keine gute Idee war.

Hamburg.  Das war augenscheinlich keine gute Idee: SPD-Bürgerschaftsfraktionschef Dirk Kienscherf hat versucht, mit fragwürdigen Methoden die Aufmerksamkeit für seinen Instagram-Account zu erhöhen. „Ich habe Follower dazugekauft, um die Reichweite auf Instagram zu steigern“, sagte der SPD-Politiker dem Abendblatt. Zuerst hatte die „Bild“ über den Vorgang berichtet.

Zum Schluss mehr als 4000 Abonnenten

„Ich habe dann gemerkt, dass das nicht so gut ist, und das Ganze sofort gecancelt“, berichtete Kienscherf. Er sei falsch beraten worden. Er habe 50 Euro dafür ausgegeben, so der SPD-Politiker, dass sich immer mehr Abonnenten auf seiner Instagram-Seite einfanden. Zum Schluss sollen es mehr als 4000 gewesen sein. „Viele kamen aus dem außereuropäischen Raum“, sagte der SPD-Fraktionschef. Interesse an Kienscherfs Bildern und Kommentaren aus dem Rathaus dürften sie kaum gehabt haben ...

Inzwischen ist die Zahl der Abonnenten auf rund 400 gesunken. Kienscherf ist seit Oktober auf Instagram präsent und bekam zunächst meist zwischen 20 und 40 Likes für seine Posts. Mitte Januar schnellte der Wert dann plötzlich auf deutlich über 100 hoch und erreichte zum Teil mehr als 150 zustimmende Kommentare.