Hamburg

Schüler demonstrieren am Hafen für den Klimaschutz

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Maria Weigl
Die Schüler demonstrierten unter anderem an den Landungsbrücken.

Die Schüler demonstrierten unter anderem an den Landungsbrücken.

Foto: Privat

An neun Verkehrsknotenpunkten in Hamburg waren die Jugendlichen am Freitag mit Flyern unterwegs – trotz Ferienzeit.

Hamburg.  Für den Klimaschutz zu kämpfen fällt leicht – wenn man dafür die Schule schwänzen kann. So lautet der Vorwurf vieler Kritiker an Hamburger Schüler, die sich seit Wochen jeden Freitag zu Demonstrationen für mehr Klimaschutz treffen, anstatt in die Schule zu gehen. Doch auch an diesem Freitag trafen sich knapp 100 Schüler an verschiedenen Verkehrsknotenpunkten in Hamburg – um auf klimaschädliches Verhalten aufmerksam zu machen.

An den Landungsbrücken und auch am Flughafen waren die Jugendlichen mit Plakaten und Flyern unterwegs. „Ihr fliegt unsere Zukunft an die Wand“ oder „Muss es denn das Auto sein?“ war darauf zu lesen. Für die Schüler besonders an diesem Freitag ein wichtiger Schritt: Mit ihrem Engagement wollen sie zeigen, dass sie auch in ihrer schulfreien Zeit bereit sind, sich für das Thema Klimaschutz starkzumachen. Demonstriert wurde gegen den aus ihrer Sicht unnötigen Pkw- und Flugverkehr, der zu den Hauptverursachern der Kohlendioxid-Belastung gehört.

Vorbild Greta Thunberg

Der Organisator der Ferien-Protestaktion hatte zuvor selbst an den „Fridays for Future“-Demonstrationen teilgenommen, die von der schwedischen Aktivistin Schwedin Greta Thunberg ins Leben gerufen wurden. Seit August 2018 demonstriert die 16-Jährige jeden Freitag vor dem Parlament in Stockholm – während der Schulzeit. Vor einer Woche besuchte Thunberg die Demonstrationen in Hamburg.

„Es muss etwas in den Herzen passieren, damit die Menschen sich ändern“, sagt Adrian, ein junger Demons­trant am Flughafen. Seinen Nachnamen möchte er nicht nennen. Bei dem Versuch, auch privat etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen, stoße er aber oft an seine Grenzen. „Aber ich bemühe mich zum Beispiel, Obst und Gemüse aus der Region zu essen.“ Schülerin Sina lebt seit fünf Jahren vegan – auch sie demonstrierte am Freitag am Flughafen. Schließlich gebe es viele Wege, sich für den Klimaschutz einzusetzen.

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