Austin/Texas

Hamburg empfiehlt sich selbst beim South by Southwest

Ein Blitz am Himmel über Austin im US-Bundesstaat Texas während des South-by-Southwest-Festivals 2016. Hamburg soll hier für die Hansestadt werben.

Ein Blitz am Himmel über Austin im US-Bundesstaat Texas während des South-by-Southwest-Festivals 2016. Hamburg soll hier für die Hansestadt werben.

Foto: picture alliance / AP Photo

SPD und Grüne wollen die Stadt als Start-up-Hochburg auch in Tel Aviv bekannter machen. 240.000 Euro für Marketing.

Hamburg. SPD und Grüne wollen weltweit stärker für Hamburg als Standort von Start-up-Firmen werben. Die Hansestadt sei mit 253 Gründerinnen und Gründern pro 10.000 Einwohnern und fast 6000 Mitarbeitern in diesem Bereich der jungen innovativen Unternehmen bundesweit führend, heißt es in einem Antrag der beiden Regierungsfraktionen zu den Haushaltsberatungen. Auch bei Themen wie „3D-Druck, Blockchain oder intelligenter Mobilität“ sei Hamburg führend. Allerdings sei die „Sichtbarkeit dieser Erfolge bislang nicht angemessen“.

Das soll sich nun ändern. SPD und Grüne wollen nun für die beiden kommenden Jahre insgesamt 240.000 Euro freigeben, mit denen Hamburg international lauter für sich als Start-up-Standort trommeln soll. Dabei haben die Regierungsfraktionen drei Ziele im Blick. Beim South-by-Southwest-Festival für Musik, Film und neue Medien im US-amerikanischen Austin/Texas und der Hannover-Messe sollen die städtischen Unternehmen Hamburg Marketing und Hamburg Invest künftig mit größeren eigenen Ständen und Auftritten für die Hansestadt werben. Außerdem soll in der weltweiten führenden Start-up-Hochburg Tel Aviv in Israel eine so genannte „Hamburg on Tour“-Veranstaltung organisiert werden.

Farid Müller: Start-Ups "unverzichtbarer Motor"

Mit der stärkeren Verbindung nach Israel folgen die beiden Regierungsparteien den Forderungen des CDU-Wirtschafts- und Digitalpolitikers Carsten Ovens. Der Bürgerschaftsabgeordnete hatte sich seit Jahren für eine engere Kooperation Hamburgs mit der israelischen Metropole stark gemacht. Zuletzt war auch die grüne Wissenschaftssenatorin und zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank nach Israel gereist.

„Hamburg ist ein sehr attraktiver Standort für Start-ups“, sagte Grünen-Medienpolitiker Farid Müller. „In über 600 Hamburger Start-up-Unternehmen arbeiten derzeit knapp 6000 Menschen, die mit innovativen Ideen ein unverzichtbarer Motor für unsere wirtschaftliche Zukunft sind. Genau diese Attraktivität wollen wir nun sichtbarer nach außen transportieren.“

Tel Aviv gilt als „Hot-Spot für technologiegetriebene Start-Ups"

SPD-Medien- und Wirtschaftspolitiker Hansjörg Schmidt sagte: „Wir haben in den letzten Jahren viel in Hamburg für die Start-Ups unternommen. Nun muss es darum gehen, den Start-Up-Standort Hamburg in der Welt bekannter zu machen.“ Gerade Tel Aviv gelte als „Hot-Spot für technologiegetriebene Start-Ups“, so Schmidt. „Da wollen wir Hamburg als attraktiven Standort für Start-Ups und unser dichtes Netzwerk für Kooperationen platzieren.“