Jim Block, Vapiano & Co.

So vegan sind die großen Fast-Food-Ketten in Hamburg

Die Restaurantkette Peter Pane hat es im Veggie-Ranking auf einen vorderen Platz geschaft (Archivbild).

Die Restaurantkette Peter Pane hat es im Veggie-Ranking auf einen vorderen Platz geschaft (Archivbild).

Foto: Roland Magunia / HA

Vegetarierverband hat die Speisekarten von 20 Schnellrestaurant-Riesen studiert. Die Block-Gruppe hätte besser abschneiden können.

Hamburg.  Fast Food und vegetarische oder gar vegane Ernährung – das geht nicht zusammen, so die landläufige Meinung. Doch die Realität sieht inzwischen etwas anders aus. Das zeigt eine Untersuchung des Vegetarierverbands ProVeg Deutschland über das Angebot an veganen Speisen bei großen Restaurantketten. Sie zeigt auch: Hamburger, die einerseits das schnelle Essen in der Mittagspause oder nach Feierabend schätzen und es trotzdem (auch mal) fleischlos oder komplett pflanzlich mögen, finden in manchen Schnellrestaurants durchaus etwas auf der Karte.

Zusammen mit Gastro-Experten hatte ProVeg die Speisekarten von 20 ausgewählten Schnellrestaurant-Ketten studiert und daraus sein Veggie-Ranking erstellt. Ergebnis: Am größten ist die Auswahl bei Dean&David. In Hamburg gibt es derzeit sechs Filialen der Fast-Casual-Restaurants.

Lob für in Hamburg gegründete Kette Vapiano

Auf den vorderen Plätzen liegen zudem die Burgerketten Peter Pane (sechs Restaurants in Hamburg) und Hans im Glück (zwei Restaurants), Immergrün (fünf Filialen) sowie Sushi Circle (eine Filiale) und MoschMosch. Die Nudel- und Suppenkette ist in der Hansestadt bislang allerdings noch gar nicht vertreten. Urteil des Vegetarierverbands: „Diese Ketten stechen durch eine große Bandbreite an veganen Gerichten heraus.“

Lob gibt es auch für Vapiano (fünf Restaurants in Hamburg). Die einst in der Hansestadt gegründete italienische Restaurantkette habe das umfangreichste vegane Angebot in der Gruppe der größeren Ketten. Im vor zwei Jahren erstellten ersten Veggie-Ranking hatte Vapiano sogar noch Platz eins belegt. Damals hatte der Verein allerdings nur sieben Ketten untersuchen lassen.

Burger-Kette Jim Block hinter McDonald’s

Eher wenig Auswahl haben Vegetarier und Veganer laut der aktuellen Untersuchung dagegen bei der zur Hamburger Block-Gruppe gehörenden Burger-Kette Jim Block. Die Prüfer entdeckten dort auf der Karte lediglich pflanzliche Beilagen und ein Dessert. Dass reichte nur zu Platz 16 unter den 20 untersuchten Ketten. Immerhin: Jim Block (neun Filialen in der Hansestadt) liegt damit noch vor Burger King, KFC, Nordsee und Pizza Hut – aber hinter Fast-Food-Marktführer McDonald’s (Platz 10).

Die fünf Branchenriesen Pizza Hut, Subway, McDonald’s, Burger King und KFC mussten sich in der Studie zudem einem internationalen Vergleich stellen. Das Ergebnis: Von Land zu Land kann der Veggie-Anteil bei ein und derselben Kette sehr unterschiedlich sein. Bei Pizza Hut in Großbritannien zum Beispiel werden sehr viel mehr fleischfreie Gerichte angeboten als in Deutschland. Bei der Sandwich-Kette Subway liegt Deutschland immerhin gleichauf mit den USA aber noch hinter Polen. Bei McDonald’s, Burger King und KFC in Deutschland dagegen werden Vegetarier und Veganer im internationalen Vergleich dagegen eher schlecht bedient.