Adventszeit

Weihnachtsmarkt-Ranking: Bremen hängt Hamburg ab

Start der Glühwein-Saison: Am Montag hat der Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus geöffnet.

Start der Glühwein-Saison: Am Montag hat der Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus geöffnet.

Foto: Axel Heimken/dpa

Verbraucherportal hat Bewertungen zu mehr als 80 Weihnachtsmärkten in Deutschland ausgewertet. Hamburg ist zweimal vertreten.

Hamburg. Für die meisten Menschen gehören Weihnachtsmärkte zur Adventszeit wie der Nikolaus und selbstgebackene Kekse. Ob traditionell, märchenhaft oder sexy – die zahlreichen Weihnachtsmärkte in Hamburg und Umgebung haben für jeden Geschmack etwas zu bieten und bringen selbst Adventsmuffel in Weihnachtsstimmung. Dass die Märkte in der Hansestadt äußerst beliebt sind, zeigt auch ein bundesweites Weihnachtsmarkt-Ranking, in dem die Hansestadt gleich zweimal vertreten ist.

Demnach ist der Santa Pauli auf dem Spielbudenplatz, auf dem so einige Stände nicht jugendfrei sind, der beliebteste Weihnachtsmarkt in Hamburg. Er erreicht in der Bewertung 4,59 von 5 Sternen und landet damit deutschlandweit auf Platz 6. Das geht aus dem Weihnachtsmarkt-Ranking des Verbraucherportals Testberichte.de hervor, das rund 67.000 Besucher-Meinungen zu mehr als 80 Weihnachtsmärkten in Deutschlands Großstädten ausgewertet hat.

Bremen hängt Hamburger Weihnachtsmärkte ab

Jedoch liegt der beliebteste Weihnachtsmarkt Deutschlands nicht an Elbe oder Alster, sondern an der Weser: Mit 4,8 von 5 möglichen Sternen bei insgesamt mehr als 1200 abgegeben Bewertungen liegt Bremen auf Platz 1 – und schlägt damit die Hamburger Weihnachtsmärkte. Die traditionelle Adventsveranstaltung auf dem Marktplatz und der relativ neue “Schlachte-Zauber” an der Weserpromenade werden als eine Gesamtveranstaltung vermarktet. „Aus den Bewertungen wird deutlich, dass vor allem der neuere Schlachte-Zauber mit seinem mittelalterlichen und maritimen Ambiente punktet“, heißt es in der aktuellen Mitteilung des Verbraucherportals.

Zweitbeliebtester Markt im Ranking ist der Dresdner Striezelmarkt. Es ist der älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands und lockt bereits seit 1434 Besucher an. Höhepunkte in Dresden sind die Stufenpyramide mit knapp 15 Metern und ein begehbarer Schwibbogen (13 Meter breit und knapp 6 Meter hoch) aus dem Erzgebirge. Platz 3 belegt Berlins Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche – dieser erhält vor allem von vielen ausländischen Gästen sehr gute Bewertungen. In zahlreichen Kommentaren wird den Opfern des Terroranschlags vor zwei Jahren gedacht.

Schlusslicht im Weihnachtsmarkt-Ranking ist Gelsenkirchen

Doch auch Hamburg taucht in dem Ranking nochmals auf. Neben dem Santa Pauli zählt auch der historischen Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus, auf den jedes Jahr rund drei Millionen Besucher strömen, bundesweit zu den beliebtesten Märkten. Er schafft es auf Platz 10 (4,5 von 5 Sternen). Die beiden Weihnachtsmärkte in Hamburg wurden mit 6847 Beurteilungen ausgewertet.

Das Schlusslicht in dem Ranking bildet übrigens der “Weihnachtsmarkt City” in Gelsenkirchen mit 2,3 Sternen. Hauptkritikpunkte seien das lieblose und spärliche Angebot, teilte das Verbraucherportal Testberichte.de mit. Der Weihnachtsmarkt in Krefeld belegt mit 3,08 Sternen den vorletzten Platz – vielmehr als Essen und Trinken wird laut der Bewertungen nicht geboten.

Die zehn beliebtesten Weihnachtsmärkte Deutschlands:

  1. Bremen: Bremer Weihnachtsmarkt und Schlachte-Zauber – 4,8 Sterne

  2. Dresden: Striezelmarkt – 4,7 Sterne

  3. Berlin: Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche – 4,7 Sterne

  4. Hannover: Weihnachtsmarkt in Hannovers Altstadt – 4,7 Sterne

  5. Chemnitz: Chemnitzer Weihnachtsmarkt – 4,67 Sterne

  6. Hamburg: Santa Pauli – 4,59 Sterne

  7. Fürth: Weihnachtsmarkt Fürth – 4,58

  8. Rostock: Rostocker Weihnachtsmarkt – 4,51 Sterne

  9. Erfurt: Erfurter Weihnachtsmarkt – 4,5 Sterne

  10. Hamburg: Historischer Weihnachtsmarkt, 4,5 Sterne

Gemütlichkeit ist entscheidend bei Bewertung

Bei gleichem Bewertungsschnitt wurde nach der Anzahl der Bewertungen gewichtet – je mehr, desto besser. „Wenn sowohl Google-Rezensionen als auch Facebook-Bewertungen vorlagen, wurde aus dem jeweiligen Bewertungsschnitt unter Berücksichtigung der jeweiligen Anzahl der Bewertungen der Durchschnitt aus allen Bewertungen ermittelt“, erläutert das Verbraucherportal. Zudem haben acht der 83 untersuchten Weihnachtsmärkte weniger als 30 Bewertungen erhalten. Deshalb sind diese im Ranking ganz hinten “ohne Bewertung” gelistet.

Entscheidend bei den Bewertungen sind laut Testberichte.de Gemütlichkeit und Weihnachtsstimmung, ebenso die Qualität des Glühweins und der Geschmack der angebotenen Speisen. Besucher schätzen zudem eine schöne historische Kulisse. Ist der Weihnachtsmarkt sehr überlaufen, gibt es Punktabzug – ist es jedoch zu leer, wird noch schlechter bewertet. Unterm Strich ist eine ausgewogene Mischung an Angeboten wie Geschenken, Unterhaltung für Kinder und kulinarischen Spezialitäten entscheidend.