Hamburg/KIel

A 7 wird doch erst kurz vor Weihnachten fertig

Der Ausbau der A 7 verzögert sich – zumindest ein bisschen.

Der Ausbau der A 7 verzögert sich – zumindest ein bisschen.

Foto: picture alliance / dpa

Lieferschwierigkeiten verzögern Ausbau der A 7 zwischen Hamburg und Bordesholm. Konsortium hofft auf milden Winter.

Hamburg/KIel.  Die Fertigstellung der A 7 zwischen Hamburg und Bordesholm verzögert sich weiter. Ursache sind Lieferschwierigkeiten bei einigen Bauteilen und Probleme mit den Lärmschutzwänden. Dennoch sollen die meisten Abschnitte bis zum vertraglich vereinbarten Termin für den Verkehr freigegeben werden. Aber eben nicht alle. Deshalb wird die Baufirma Via Solutions Nord eine Vertragsstrafe zahlen müssen. Wir hoch sie sein wird, hängt davon ab, welche Abschnitte bis zum 28. Dezember fertig sind – und welche nicht.

Derzeit wird noch in den Bauabschnitten zwei, vier, sechs und sieben gearbeitet. Alle anderen sind fertig. Der Abschnitt sieben, der Schnelsener Tunnel, wird, das ist bereits bekannt, erst in der zweiten Hälfte kommenden Jahres für den Verkehr freigegeben. Dort wurde am Wochenende das erste Deckelsegment der östlichen Tunnelröhre gegossen. Und die Arbeiten in einer Brückenbaustelle im Abschnitt zwei werden noch bis zum kommenden Frühjahr dauern.

Lieferengpässe kamen dazu

Alles andere könnte noch termingerecht fertig werden. Der Abschnitt sechs bei Quickborn sollte eigentlich schon im Oktober so weit sein. Dann stellte man fest, dass einige Segmente der Lärmschutzwand nicht den Vorgaben entsprachen. Der Austausch kostete Zeit. Erst wurde die Freigabe auf Mitte/Ende November verschoben. Dann kamen Lieferengpässe hinzu. Jetzt sollen die Arbeiten am 13. Dezember erledigt sein.

Für die Abschnitte vier (zwischen Bad Bramstedt und Kaltenkirchen) sowie zwei (bei Neumünster, ohne Brückenbaustelle) will Via Solutions Nord die Verkehrsfreigabe in der Woche vor Weihnachten erreichen. Damit ist das Baukonsortium dann schon recht nah dran am vertraglich vereinbarten Datum 28. Dezember. Und damit eben auch recht nah am roten, mit einer Vertragsstrafe von maximal 55.000 Euro pro Tag bewehrten Bereich. „Wir hoffen jetzt darauf, dass uns der Winter nicht einen Strich durch die Rechnung macht“, sagt Florian Zettel, der Sprecher von Via Solutions Nord. Fahrbahnmarkierungen, die beim Straßenbau stets am Ende der Arbeiten stehen, können nämlich bei Minustemperaturen nicht aufgetragen werden.