Hamburg-News

Rothenbaumchaussee wird für Monate zur Großbaustelle

Stau wegen einer Baustelle in Hamburg (Symbolbild)

Stau wegen einer Baustelle in Hamburg (Symbolbild)

Foto: Klaus Bodig / HA

Was in der Stadt passiert: Mann schießt sich aus Liebe in den Bauch. Winternotprogramm mit neuem Standort. A24 wird eher freigegeben.

Hamburg. Aktuelle und lokale Nachrichten aus dem Rathaus, wichtige Einsätze von Polizei und Feuerwehr, Neues von Hanseaten und Prominenten, Kurioses aus der Stadt – hier in den Hamburg-News.

U1 fährt an zwei Stationen durch

Wie die Hamburger Hochbahn mitteilte, hält die U-Bahn-Linie U1 an diesem Wochenende nicht an den Stationen Straßburger Straße und Alter Teichweg. Wegen des barrierefreien Ausbaus fahren die Züge ohne Halt in beiden Richtungen durch. Der für die vorherige Sperrung eingerichtete Ersatzverkehr mit Bussen wird aufrechterhalten.

Rothenbaumchaussee wird für Monate zur Großbaustelle

Am 27. August rücken die Bauarbeiter an: Die Rothenbaumchaussee in Eimsbüttel wird komplett umgebaut, wie die Verkehrsbehörde am Freitag mitteilte. "Neben der Fahrbahn werden auch die Straßennebenflächen deutlich aufgewertet sowie Bushaltestellen und Kreuzungen barrierefrei hergestellt", heißt es in der aktuellen Mitteilung. Die Arbeiten sollen bis Dezember andauern. Das bedeutet: Erhebliche Beeinträchtigungen für Autofahrer – vor allem im Berufsverkehr.

Die Behörde weist darauf hin, dass die Bauarbeiten in mehrere Abschnitte unterteilt seien, um die Einschränkungen für den Verkehr "auf ein vertretbares Maß" zu beschränken. Zunächst rollen die Baufahrzeuge zum östlichen Teil des Straßenzugs, im Anschluss wird der westliche Teil bearbeitet. Vom 15. bis 22. September und vom 26. November bis 2. Dezember wird die Rothenbaumchaussee wegen Asphaltierungsarbeiten als Einbahnstraße stadtauswärts in Richtung Klosterstern eingerichtet.

Winternotprogramm mit neuem Standort in Lokstedt

Die Sozialbehörde hat mit fördern & wohnen die Planungen für das kommende Winternotprogramm gestartet, das am 1. November wieder seine Türen öffnet. Der bekannte Standort an der Friesenstraße wird erneut die erste Anlaufstelle sein. Neu hinzukommen soll ein Gebäude an der Kollaustraße in Lokstedt, teilte die Sozialbehörde am Freitag mit.

"Das zuletzt genutzte Gebäude im Schaarsteinweg (Neustadt) steht nicht mehr zur Verfügung", heißt es in der aktuellen Mitteilung. Als Ersatz wird der bisher zur Unterbringung von Geflüchteten genutzte Standort an der Kollaustraße (Bezirk Eimsbüttel) geprüft. Geplant ist, dort 252 Plätze in Drei-Bett-Zimmern einzurichten – zudem wäre eine Aufstockung der Kapazität auf bis zu 336 Plätze möglich. "Ein entsprechendes Anhörungsschreiben ist der Bezirksversammlung zugestellt worden", heißt es vonseiten der Behörde. Für die Nachbarschaft wird es am 27. August im Corvey Gymnasium eine Informationsveranstaltung geben. Beginn ist um 18 Uhr.

Mann schießt sich in den Bauch, um Ex-Frau zu beeindrucken

Blumen, Schmuck, Liebesbriefe, Reisen: Männer, die ihre Ex-Frau zurückgewinnen wollen, lassen sich mitunter einiges einfallen. Ein 32-Jähriger hat jedoch auf sehr ungewöhnliche Weise den Versuch unternommen, seine von ihm getrennt lebende Frau zu beeindrucken. Er schoss sich mit einem sogenannten Schießkugelschreiber selbst in den Bauch. Dabei handelt es sich um eine verbotene Waffe, die meistens ein kleines Kaliber hat und nur einen Schuss abgeben kann. Nun muss er sich wegen des Verdachts des Vortäuschens einer Straftat und eines Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten – und seine Frau ist auch nicht zu ihm zurückgekommen.

Der 32-Jährige, der eine Autowerkstatt betreibt, hatte der Polizei Ende Juli angegeben, in Hammerbrook von zwei Autodieben angeschossen worden zu sein. Doch nun steht er in Verdacht, sich den Bauchdurchschuss selbst zugefügt zu haben und die Tat vorgetäuscht zu haben, teilte die Polizei am Freitag mit. Bei einer Wohnungsdurchsuchung am Donnerstag fanden die Beamten einen Schießkugelschreiber. Dieser wurde sichergestellt.

Einsatz der Polizei Ende Juli am Ausschläger Weg:

Hamburger Abschnitt der A24 wird früher freigegeben

Zwei Tage eher als geplant wird die Sanierung des Hamburger Abschnitts der A24 abgeschlossen. Ab heutigen Freitagabend 22 Uhr soll auch der Anschluss im Kreuz Hamburg-Ost an die A1 in Richtung Bremen wieder befahrbar sein, wie eine Sprecherin der Verkehrsbehörde sagte. Stadteinwärts war die knapp sieben Kilometer lange Strecke bereits Anfang August freigegeben worden, stadtauswärts ein Teilabschnitt bis Jenfeld.

Dank der Vollsperrung konnte die A24 innerhalb von sechs Wochen saniert werden. „Das ist absoluter Rekord in Hamburg“, sagte Verkehrssenator Frank Horch (parteilos) NDR 90,3. Bei üblicher Vorgehensweise hätten sich die Bauarbeiten fast ein halbes Jahr hingezogen.

Judith Rakers jagt jetzt Verbrecher im TV

Schon in wenigen Tagen geht die ARD mit einem neuen TV-Format auf Sendung: "Krimimalreport" ist der Titel der Ratgeber-Sendung, die von Judith Rakers moderiert wird – ab dem 27. August geht "Miss Tagesschau" auf Verbrecherjagd. Wie man sich als Opfer eines Verbrechens fühlt, weiß die 42-Jährige aus eigener Erfahrung.

"Mein Auto wurde direkt vor der Tür gestohlen. Es tauchte nie wieder auf. Ich war überrascht, wie schnell das trotz Alarmanlage in einem belebten Stadtteil passieren konnte", sagte Rakers im Gespräch mit der Fernsehzeitschrift "Auf einen Blick". Aktuell sei sie zudem ins Visier von Betrügern geraten. "Gerade habe ich zwei Briefe bekommen – von einer Telefongesellschaft, die 700 Euro fordert", sagte die TV-Moderatorin. "Dabei hatte ich nie einen Vertrag. Im anderen Schreiben droht mir eine angebliche Anwältin mit einem Inkasso-Verfahren." Im Internet habe sie herausgefunden, dass Verbraucherzentralen vor der Masche warnten.

Musical mit Liedern von Rolf Zuckowski kommt nach Hamburg

Ein Musical mit Liedern von Rolf Zuckowski (71) soll in Hamburg Uraufführung feiern. Erstmals zu sehen sein wird es im Dezember dieses Jahres im Schmidts Tivoli an der Reeperbahn. „Hauskomponist Martin Lingnau und die in New York ansässige Musical-Autorin Hannah Kohl haben 20 seiner schönsten Winter- und Weihnachtslieder in eine turbulente Geschichte zur Vorweihnachtszeit eingebettet“, teilte das Theater mit. Weitere Details zu der Produktion wollen Zuckowski und die Theatermacher heute bei einer Pressekonferenz erläutern.

Hunderte Songs für Kinder wie Erwachsene hat Zuckowski in seiner rund fünf Jahrzehnte langen Karriere für sich selbst und andere Musiker geschrieben. Klassiker wie „In der Weihnachtsbäckerei“ und das Geburtstagslied „Wie schön, dass du geboren bist“ stammen von dem Hamburger Liedermacher.

Hamburger Alsterschwänen geht es wieder besser

Die Hamburger Alsterschwäne, die unter der Sommerhitze gelitten hatten, haben sich gut erholt. „Wir sind mit dem Zustand der Tiere sehr zufrieden“, sagte Schwanenvater Olaf Nieß. Wegen des heißen Wetters waren rund 40 Tiere vor einer Woche erstmals in einem Sommer in ihr Winterquartier gebracht worden.

Wann die Schwäne vom Eppendorfer Mühlenteich zurück zur Rathausschleuse dürfen, stehe noch nicht fest. „Das hängt von den Witterungsverhältnissen und dem Sauerstoffgehalt der Alster ab“, sagte Nieß. Vier Schwäne waren wahrscheinlich aufgrund der Hitze gestorben. Das Wasser im Eppendorfer Mühlenteich ist nicht kälter als im Rest der Alster, aber es gibt dort keine Algenbildung.