Hamburg-News

17-Jähriger fährt bei Tempo 200 auf ICE-Dach – Stromschlag

ARCHIV - 27.06.2018 Sachsen-Anhalt, Halle (Saale): Ein ICE 3 fährt am Abend aus dem Hauptbahnhof Halle. (zu dpa-Berichterstattung über die Halbjahreszahlen der Deutschen Bahn vom 25.07.2018) Foto: Jan Woitas/ZB/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

ARCHIV - 27.06.2018 Sachsen-Anhalt, Halle (Saale): Ein ICE 3 fährt am Abend aus dem Hauptbahnhof Halle. (zu dpa-Berichterstattung über die Halbjahreszahlen der Deutschen Bahn vom 25.07.2018) Foto: Jan Woitas/ZB/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Foto: Jan Woitas / dpa

Was in der Stadt passiert, was die Hamburger bewegt oder wo der Verkehr stockt: Lesen Sie hier, was heute in der Hansestadt los ist.

Jugendlicher fährt bei Tempo 200 auf ICE – Stromschlag

Auf dem Dach eines ICE ist ein 17-jähriger Hamburger mit bis zu Tempo 200 Richtung Süden gerast und hat unterwegs einen Stromschlag erlitten. Erst bei einem außerplanmäßigen Stopp nach rund 150 Kilometern konnte der schwer verletzte junge Mann in Nienburg vom Dach des Zuges springen und Hilfe bei einer nahe gelegenen Baufirma suchen. Diese alarmierte den Rettungsdienst, teilte die Bundespolizei mit. Per Hubschrauber kam der junge Mann in eine Spezialklinik nach Hannover. Sein Zustand ist stabil, teilte die Bundespolizei mit. Was den jungen Mann zu der lebensgefährlichen Aktion getrieben hat, ist nach Auskunft der Ermittler noch unklar.

Nach Vermutung der Polizei könnte der junge Mann den Stromschlag im Bereich Verden erlitten haben. Zunächst hatte die Polizei noch mit einem Hubschrauber nach möglichen weiteren Personen gesucht, sie sich mit dem Leichtsinnigen auf dem Dach des Zuges befunden haben könnten, es wurde aber niemand gefunden. Die Polizei warnte eindringlich vor derart lebensgefährlichen Mutproben. Bereits bei der Annährung an die Oberleitung, die unter 15.000 Volt Spannung steht, könne es zu einem tödlichen Spannungsüberschlag kommen. Abstürze oder Berührungen mit Hindernissen führen ebenfalls zum Tod.

Blutspendeaktion im Hamburg Dungeon

Das Hamburg Dungeon hofft am 17. August auf eine äußerst blutige Angelegenheit. Die schaurig-schönste Attraktion Hamburgs lädt gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz zum Blutspenden ein. Wer seine Adern zur Verfügung stellt, erhält für seinen Einsatz als Trostpflaster eine Freikarte. Zwischen 11.30 und 16.00 Uhr können alle Freiwilligen 500 ml ihres Lebenssaftes spenden, auf der Event-Fläche des Hamburg Dungeon (Shopeingang), Kehrwieder 2, 20457 Hamburg. Wer an der Aktion teilnehmen will, sollte vorher ein ordentliches Frühstück zu sich nehmen und seinen Personalausweis dabei haben.

Auf der A7 werden zwei Auffahrten gesperrt

Für Voruntersuchungen zum Ausbau der A7 werden in den kommenden Wochen zwei Autobahnausfahrten in Hamburg gesperrt: Die Auffahrt HH-Othmarschen, Richtung Flensburg, wird vom 11. August, 20 Uhr bis zum 19. August, 5 Uhr gesperrt. Autofahrer werden gebeten, auf die Auffahrt HH-Bahrenfeld auszuweichen. Die Anschlussstelle HH-Bahrenfeld,Richtung Hannover, wird vom 15. August, 20 Uhr bis zum 21. August, 20 Uhr gesperrt. Autofahrer können die Auffahrt HH-Othmarschen nutzen. Für weitere Untersuchungen auf der A7 selbst wird es im Bereich Altona vom 11. bis 19. August zu zeitweisen Spurverschwenkungen kommen. Tagsüber bleibt dabei die Anzahl der Fahrstreifen erhalten, nachts kann es zu einzelnen Spursperrungen kommen. Auf der A1 wird die Abfahrt Stillhorn, Richtung Süden, wegen Erneuerung der Schilderbrücke am 19. August von 6 bis 22 Uhr gesperrt.

Per Haftbefehl gesuchter Mann verletzt Bundespolizisten

Ein per Haftbefehl gesuchter Mann hat am Hamburger Hauptbahnhof zwei Bundespolizisten verletzt. Wie die Bundespolizei am Freitag mitteilte, attackierte der 26-Jährige die Beamten am Donnerstag, als diese seine Personalien überprüfen wollten. Einem Bundespolizisten drückte er demnach einen Daumen tief in das linke Auge, ein weiterer erlitt Blutergüsse. Der 26-Jährige konnte mit Hilfe zusätzlich angeforderter Einsatzkräfte überwältigt werden. Die Überprüfung der Personalien auf dem Polizeirevier ergab drei Haftbefehle gegen den Mann, sowie fünf Aufenthaltsermittlungen verschiedener Staatsanwaltschaften wegen diverser Straftaten. Der Gesuchte wurde in eine U-Haftanstalt gebracht.

Gentleman verschiebt Konzert um sechs Monate

Die Hamburg-Show von Reggae-Star Gentleman am 14. November in der Alsterdorfer Sporthalle fällt aus und wird in das kommende Jahr verlegt, teilte FKP Scorpio mit.

Der Musiker "steckt gerade all seine Kraft in die Entstehung neuer Songs", heißt es vom Veranstalter weiter. Daher dauere die Albumproduktion etwas länger als erwartet. Nachgeholt werden soll das Konzert gut sechs Monate später, am 10. Mai 2019, in der Sporthalle. Die bereits erworbenen Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Kindergeld-Empfänger: Bürgermeister fordert Änderung

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat angesichts der Rekordzahl an ausländischen Kindergeldempfängern und Hinweisen auf Betrugsfälle Änderungen gefordert. „Die Höhe des Kindergeldes muss sich nach den Lebenshaltungskosten des Landes richten, in dem sich das Kind aufhält“, sagte er am Freitag. „Die bisherige Regelung führt zu Fehlanreizen. Die entsprechenden europarechtlichen Regelungen müssen in diesem Sinne angepasst werden.“

Die Zahl der Kinder, die im EU-Ausland leben und vom deutschen Staat Kindergeld erhalten, hatte im Juni mit 268 336 einen neuen Rekord erreicht. Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (SPD) hatte von kriminellen Strukturen gesprochen und ein Handeln der Bundesregierung gefordert. SPD-Chefin Andrea Nahles sagte, man müsse sich dringend kümmern um Betrügereien rund um das Thema Familien- und Sozialleistungen. Die Bundesregierung bemühe sich mit den europäischen Partnern um Lösungen.

Die Hamburg-News vom Donnerstag