Hamburg-News

Dreijähriger erliegt nach Fenstersturz seinen Verletzungen

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Was in der Stadt passiert, was die Hamburger bewegt oder wo der Verkehr stockt: Lesen Sie hier, was heute in der Hansestadt los ist.

Dreijähriger ist nach Fenstersturz seinen Verletzungen erlegen

Der Dreijährige, der am Dienstag in Langenhorn aus dem dritten Stock eines Mehrfamilienhauses gestürzt war, ist am Mittwoch an den Folgen seiner schweren Verletzungen gestorben. Bereits unmittelbar nach dem Unfall am Dienstag hatte es aus dem Umfeld der behandelnden Ärzte geheißen, dass nur geringe Überlebenschancen bestünden.

Nachbarn hatten das Kind auf dem Gehweg vor dem Haus gefunden. Sie wählten den Notruf und blieben bei dem Jungen, bis die Rettungskräfte eintrafen. Wie es zu dem Unfall kam, ist nach wie vor nicht bekannt.

Die 28 Jahre alte Mutter war zum Zeitpunkt des Fenstersturzes nicht zu Hause. Der 33 Jahre alte Vater wurde von einem Kriseninterventionsteam betreut. Aufgrund der Schwere der Verletzungen übernahmen Beamte der Mordkommission die weiteren Ermittlungen. Diese richteten sich derzeit gegen den Vater wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung, teilte die Polizei mit. Hierbei werde insbesondere geprüft, wie es zu dem Fenstersturz kommen konnte und ob die erforderliche Sorgfalt zur Verhinderung eines solchen Unglücks außer Acht gelassen wurde.

Größere Menge Heroin sichergestellt

Hamburger Zollfahnder haben eine größere Menge Heroin sichergestellt und sechs Tatverdächtige festgenommen. Das Rauschgift sei nicht wie bei Kokainschmugglern üblich mit einer Reisetasche in einem Schiffscontainer geschmuggelt worden, sagte der Sprecher des Zollfahndungsamts, Stephan Meyns. Wie genau die zweistellige Kilomenge Heroin versteckt war und wo die Beamten den Schmugglern im Juni auf die Schliche kamen, will das Amt am Donnerstag vor der Presse erläutern. Heroin werde meist über die Balkanroute gebracht, sagte der Sprecher. Zugeschlagen hätten die Beamten außerhalb von Hamburg.

Verkehrsbehinderungen in Harburg

Zu erheblichen Verkehrsbehinderzungen kam es heute Nachmittag rund um den Busbahnhof Harburg. Davon betroffen war auch der Schienenersatzverkehr der S-Bahn-Linie 3 zwischen Harburg und Wilhelmsburg.

Wie ein Sprecher der Bahn erklärte, gab es ein starkes Verkehrsaufkommen, vermutlich bedingt durch das Ferienende in Niedersachsen. Der Stau sei entstanden, weil die Autos die Kreuzungen versperrten. Auch die Busse blieben im Stau stecken. Die Busse für den Ersatzverkehr starten nun an der Walter-Dudek-Brücke und nicht mehr vom ZOB. Laut dem Sprecher hat sich der Stau um 18 Uhr wieder aufgelöst.

Bestätigt: Wolf reißt Hamburger Schaf

Erstmals seit der Wiederansiedlung der Wölfe in Deutschland hat in Hamburg ein Jungwolf nachweislich ein Schaf gerissen. Genetische Untersuchungen des Instituts für Forstbotanik und Forstzoologie an der TU Dresden an dem Anfang Juli im Stadtteil Schnelsen getöteten Schaf hätten nun bestätigt, dass es sich um einem Wolfsriss handelt, teilte die Umweltbehörde am Mittwoch mit.

Das Tier stammt aus einem dänischen Rudel, aus dem mehrere Jungtiere auch schon in Schleswig-Holstein nachgewiesen wurden. Auf das Konto des Wolfs geht demnach nicht nur der Riss in Schnelsen; laut Behörde hat er am 17. Juli bei Lutzhorn im Kreis Pinneberg ein weiteres Schaf gerissen.

Dass Wölfe, die als besonders scheu gelten, einer Großstadt so nahe kommen, ist ungewöhnlich. Grund hierfür könnten sein, dass im vergangenen Jahr in Dänemark in der Nähe der Ortschaft Ulfborg in einem Wolfsrudel acht Welpen geboren wurden. Sie haben in diesem Jahr ihr Rudel verlassen, um Geschlechtspartner und geeignete Lebensräume zur Gründung eines eigenen Rudels zu finden. Dabei legen sie oft große Strecken zurück. Zumindest einige dieser Tiere sind mehrfach in Schleswig-Holstein und nun auch in Hamburg nachgewiesen worden.

„Die Umweltbehörde geht nicht davon aus, dass sich der Wolf innerhalb der hamburgischen Landesgrenzen dauerhaft niederließ oder niederlassen wird“, heißt es in der Mitteilung. Selbst in Schleswig-Holstein gebe es bislang nur wandernde Einzelwölfe, ein Rudel habe sich noch nicht etabliert.

Hauptbahnhof: Arbeiten der Hamburger S-Bahn abgeschlossen

Die für viele Bahnreisende lästigen Bauarbeiten am Hamburger Hauptbahnhof sind am Mittwoch abgeschlossen worden. Der Bahnsteigbelag und die Kanten von Gleis 11 seien erneuert worden, sagte eine Bahnsprecherin. Die Sperrung von Teilen des Bahnsteigs und zeitweise auch eines Treppenaufgangs hatten zu Behinderungen geführt, weil S-Bahn-Nutzer aus dem südlichen Hamburg zurzeit wegen Gleisbauarbeiten zwischen Wilhelmsburg und Harburg-Rathaus auch auf Metronomzüge ausweichen, die am jetzt erneuerten Bahnsteig halten.

Zwischen den beiden S-Bahnstationen verkehren auch Busse, die allerdings mehr Zeit brauchen. Am kommenden Wochenende wird es nach Angaben der Bahn auch zwischen Hammerbrook und Rathaus-Harburg einen Schienenersatzverkehr geben, weil die S-Bahnen zwischen Hammerbrook und Wilhelmsburg nur eingleisig fahren können. Pünktlich zum Schulanfang am Donnerstag nächster Woche sollen die Gleisbauarbeiten beendet sein und die S-Bahnen wieder normal verkehren.

Mehr antisemitische Straftaten in Hamburg

Die Zahl der gemeldeten antisemitischen Straftaten hat in Hamburg im ersten Halbjahr dieses Jahres deutlich zugenommen - wenn auch auf vergleichsweise niedrigem Niveau. So gab es in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mit 18 Fällen bereits doppelt so viele wie im gesamten Jahr 2017, wie aus der Antwort der Bundesregierung auf die quartalsweise Abfrage der Linken-Abgeordneten Petra Pau hervorgeht. Die Entwicklung folgt dem Bundestrend. In ganz Deutschland stieg die Zahl der Fälle im ersten Halbjahr auf 401. Die mit Abstand meisten antisemitischen Straftaten registrierte dabei Berlin (80), gefolgt von Bayern (43) und Niedersachsen (41).

Kleiner Junge von Auto erfasst und schwer verletzt

Ein vier Jahre alter Junge ist am Mittwochvormittag auf der Steinbeker Hauptstraße in Billstedt von einem Auto angefahren und schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, lief der Junge in Höhe der Hausnummer 11 unvermittelt zwischen parkenden Autos auf die Straße.

Ein 47 Jahre alter Autofahrer, der mt seinem Opel Astra in Richtung Billstedt unterwegs war, konnte nicht mehr bremsen und erfasste das Kind. Es erlitt Frakturen am Bein und am Kopf und kam in ein Krankenhaus. Lebensgefahr bestand nach Angaben der Polizei nicht. Der Pkw-Fahrer blieb unverletzt.

Die Steinbeker Hauptstraße wurde zwischen Rotenbrückenweg und Billstedter Mühlenweg in beide Fahrtrichtungen für knapp eine Stunde voll gesperrt. Die Ermittlungen des Verkehrsunfalldienstes Süd dauern an.

Ein Schwerverletzter nach Zusammenstoß mit Tanklaster

Einen Autofahrer (50) ist am Mittwochmorgen bei einem Verkehrsunfall in Wilhelmsburg im Bereich der Zufahrt zur Brücke des 17. Juni schwer verletzt worden. Er war im Bereich einer Rechtskurve mit einem entgegen kommenden Tanklastzug kollidiert und von der Straße geschleudert. Das Auto rutschte eine Böschung hinab. Feuerwehrleute befreiten den Fahrer aus dem VW Kombi mit hydraulischem Gerät.

Der Autofahrer kam unter Notarztbegleitung ins Krankenhaus Harburg. Der Lastwagenfahrer erlitt einen Schock. Auch er kam ins Krankenhaus. Die Straße war wegen der Unfallaufnahme und der Rettungsarbeiten voll gesperrt. Möglicherweise hatte der Autofahrer in dem Kurvenbereich kurz vor der Kollision einen Kleintransporter überholt.

Paten für Rocky, Ringo und Krümel gesucht

Ungewöhnliche Gäste im Tierheim Süderstraße: Weil der bisherige Halter über einen längeren Zeitraum mit der Pflege von Hengst Rocky, Hengst Ringo, Wallach Krümel und Wallach Muck überfordert war, schritt die Behörde ein und übergab die Tiere Ende Juni dem Hamburger Tierschutzverein. Muck ist inzwischen verstorben. Für die drei übrigen Ponys sucht der Tierschutzverein nun Paten. Der dreifarbige Rocky ist etwa zehn Jahre alt, Braunschecke Ringo etwa vier Jahre und Fuchs Krümel schon 20 Jahre.

Der Hamburger Tierschutzverein möchte den Ponys nun das bestmögliche Leben ermöglichen. „Wir wissen allerdings, dass es schwierig ist, für Ponys eine artgemäße und fürsorgliche Unterkunft zu finden. Wir wollen auch nicht, dass sie menschlichen Nutzungsinteressen dienen müssen“, so Sandra Gulla, Erste Vorsitzende vom HTV. „Deswegen werden wir die Tiere nicht an Reitschulen oder andere kommerzielle Tiernutzer abgeben.“ Nun sucht der Tierschutzverein Hamburger Tierfreundinnen und Tierfreunde, die bei der Betreuung der Shetlandponys Unterstützung leisten können: Mit einer Patenschaft (ab 20 Euro im Monat pro Tier) für eines oder jedes der Ponys sei das ganz einfach möglich. „Wir freuen uns über jede Unterstützung“, so die Tierschützer.

S-Bahn-Sprerrung aufgehoben

Wegen eines Baumes auf den Gleisen musste die S-Bahn-Strecke vorübergehend zwischen Blankenese und Klein Flottbek am Mittwochmorgen gesperrt werden. Die Sperrung wurde inzwischen aufgehoben. Die S1 kann wieder ungehindert fahren.

Es kann weiterhin zu Folgeverspätungen kommen.

„Titanic“-Musical in Hamburg - Sommergastspiel in der Oper

Das Musical „Titanic“ gastiert für zwei Wochen in Hamburg. Während Oper und Ballett noch in der Sommerpause sind, steht in der Hamburgischen Staatsoper seit Mittwoch die Londoner Neuinszenierung auf dem Programm. Bis zum 19. August soll das Stück über eines der größten Schiffsunglücke des 20. Jahrhunderts in der Hansestadt zu sehen sein. Die Show aus London läuft beim einzigen Deutschland-Gastspiel mit deutschen Untertiteln.

Das Musical basiert auf den Schicksalen der Menschen an Bord und „zeichnet ihre Geschichten ebenso behutsam wie detailgetreu nach“, wie Konzertveranstalter Funke Media mitteilte. Die Originalproduktion von Autor Peter Stone und Komponist Maury Yeston feierte 1997 am New Yorker Broadway Uraufführung. Die deutsche Erstaufführung ging ebenfalls in Hamburg über die Bühne: Im Theater Neue Flora lief das Stück von Dezember 2002 bis Oktober 2003.

Die RMS „Titanic“ war 1912 auf ihrer Jungfernfahrt mit einem Eisberg kollidiert und gesunken. 1997 kam James Camerons Hollywood-Verfilmung mit Leonardo DiCaprio und Kate Winslet als Liebespaar an Bord des Luxusdampfers in die Kinos. Das Drama gewann elf Oscars.

Fahrradfahrer nach Zusammenstoß mit Auto verletzt

Ein Fahrradfahrer ist am Mittwochmorgen in Finkenwerder nach einem Zusammenstoß mit einem Auto verletzt worden. Laut Feuerwehr Hamburg passierte der Unfall gegen 7 Uhr an der Kreuzung Hein-Saß-Weg/Leegerwall. Der 55 Jahre alte Fahrradfahrer befuhr laut Polizei mit seinem Fahrrad den Leegerwall in Fahrtrichtung Hein-Saß-Weg.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen übersah der Radfahrer im Kreuzungsbereich des Hein-Saß-Wegs den von rechts kommenden und vorfahrtsberechtigten Opel Astra. Durch den Zusammenstoß wurde der Radfahrer über die Motorhaube des Opels geschleudert und stürzte auf den Gehweg. Er erlitt schwere Verletzungen und wurde unter notärztlicher Begleitung in ein Krankenhaus eingeliefert, stationär aufgenommen und operiert. Es besteht keine Lebensgefahr. Der 27-jährige Opel-Fahrer blieb unverletzt.

Der Verkehrsunfalldienst Süd hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet mögliche Zeugen, sich bei der Polizei zu melden. Hinweise nehmen der Verkehrsunfalldienst Süd unter der Rufnummer 040/4286-54961 oder jede Polizeidienststelle entgegen.

Hamburg Airport baut digitalen Kundenservice aus

116 Check-in-Schalter, 98 Shops und Restaurants sowie mehr als 20 Service-Einrichtungen: Damit Passagiere und Besucher am Hamburg Airport den Überblick behalten, hat der Flughafen vier interaktive Informations-Kioske in den Terminals installiert. Kernfunktion des neuen Serviceangebotes ist ein digitales Leit- und Orientierungssystem, welches den Gästen den schnellsten Weg zum gewünschten Ziel am Flughafen aufzeigt. Per QR-Code lässt sich der ermittelte Weg zudem direkt auf das Smartphone übertragen, so dass der digitale Lageplan stets verfügbar ist.

Die neuen touchfähigen Monitore wurden sowohl im öffentlichen Bereich der Terminals 1 und 2 als auch auf der Pier hinter der Sicherheitskontrolle installiert. So haben Passagiere, Abholer, Bringer und Besucher die Möglichkeit, sich mit Hilfe der Geräte zu informieren. Zu den Inhalten gehören neben den digitalen Lageplänen außerdem eine Anzeige aktueller Flugdaten sowie weitere reiserelevante Hinweise wie beispielsweise die Bedingungen für die Aufgabe von Sperrgepäck oder die Besonderheiten bei der Mitnahme von Flüssigkeiten.

Während einer Pilotphase beobachtet Hamburg Airport vor allem die Akzeptanz und die Nutzung durch die Gäste. Die Bedienung der Kiosksysteme wird anfangs nur in deutscher Sprache möglich sein – englisch und dänisch folgen zeitnah. Die ersten vier Standorte befinden sich im Ankunftsbereich von Terminal 2, der Abflughalle von Terminal 1, direkt hinter der Sicherheitskontrolle in der Airport-Plaza sowie auf der Pier bei Gate C16.

Die Hamburg-News von Dienstag

( ced/zv/bob/dpa )

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