Hamburger Unternehmen

Aktie von Jungheinrich legt nach Panne stark zu

Hans-Georg Frey ist seit 2007 Vorstandschef­ des Hamburger Gabelstaplerbauers Jungheinrich

Hans-Georg Frey ist seit 2007 Vorstandschef­ des Hamburger Gabelstaplerbauers Jungheinrich

Foto: Michael Rauhe

Spürbar gestiegene Personalkosten und über den Erwartungen liegende Rohstoffpreise belasteten allerdings den Gewinn.

Hamburg.  Mit Gabelstaplern und der Komplettausstattung von Lagergebäuden lässt sich viel Geld verdienen. Seit Jahren meldet der Hamburger Jungheinrich-Konzern einen Rekordumsatz nach dem anderen. Und auch das erste Halbjahr 2018 war erfreulich. Das wollte der Vorstand um Konzernlenker Hans-Georg Frey an sich erst am Donnerstagmorgen um 7.30 Uhr bekannt geben. Am Mittwochnachmittag sah sich das Unternehmen dann aber gezwungen, seine Halbjahreszahlen vorzeitig zu verbreiten. Erfreulicher Effekt: Der Aktienkurs schoss danach um mehr als 5,5 Prozent nach oben.

Was war geschehen? „Durch ein technisches Versehen war der Halbjahresbericht bereits am Mittwoch auf der Jungheinrich-Internetseite öffentlich einsehbar“, sagte ein Unternehmenssprecher dem Abendblatt. Als sich Details im Internet verbreiteten, musste der Konzern den Bericht sofort veröffentlichen. So verlangen es die Regeln für börsennotierte Unternehmen.

Wachstum setzt sich fort

Die Geschäftszahlen zeigen, dass sich das Wachstum des Konzerns fast ungebremst fortsetzt: Der Umsatz stieg von Januar bis Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um neun Prozent auf 1,78 Milliarden Euro, teilte Jungheinrich mit. Der Auftragseingang im Wert von 1,94 Milliarden Euro lag um elf Prozent über dem Vorjahreswert.

Spürbar gestiegene Personalkosten und über den Erwartungen liegende Rohstoffpreise belasteten allerdings den Gewinn. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wuchs deshalb nur um drei Prozent auf 127 Millionen Euro. Vorstandschef Hans-Georg Frey zeigte sich dennoch zufrieden. Er erwartet nun, dass Auftragseingang und Umsatz am oberen Ende der bisherigen Prognose liegen und dass das Ebit zwischen 270 und 280 Millionen Euro liegt.