Fünf Tage vor HSV-Duell

Holstein-Flieger landet jetzt schon in Hamburg statt in Kiel

Die Chartermaschine von Holstein Kiel wurde nach Hamburg verlegt (Symbolfoto)

Die Chartermaschine von Holstein Kiel wurde nach Hamburg verlegt (Symbolfoto)

Foto: dpa Picture-Alliance / Daniel Bockwoldt / picture alliance / Daniel Bockwo

Erst wurde der Flug des Zweitligisten wegen einer Panne am Münchner Flughafen gestrichen. Dann verlegte man ihn zum Ligarivalen HSV.

Kiel/Hamburg.  Zweitligist Holstein Kiel wurde am Sonntag vom Pech verfolgt: Erst wurde nach einem Freundschaftsspiel in Ismaning der Rückflug wegen einer Panne am Münchner Flughafen gestrichen. Dann durfte die Chartermaschine der Mannschaft nicht am Flughafen Kiel-Holtenau landen.

Der Grund: Die Feuerwehr am Kieler Airport war am Wochenende nur mit zwei Mann besetzt – zu wenig für eine Landeerlaubnis des gecharterten Flugzeugs vom Typ Dornier 328. „Das reicht für Flugzeuge der Kategorie II, wie wir sie am Wochenende auch überwiegend abfertigen. Bei dem Flugzeug von Holstein Kiel handelte es sich aber um ein Charterflugzeug der Kategorie IV mit 14 Tonnen Gewicht“, sagte Flughafensprecher Ulf Jahnke den „Kieler Nachrichten“. Auf so eine Maschine sei man nicht vorbereitet gewesen. Die Kapazität der Feuerwehrleute hätte hierfür nicht ausgereicht.

Holstein Kiel musste in Hamburg landen

Deswegen musste der Flug kurzfristig nach Hamburg verlegt werden. Ausgerechnet in die Heimat des Auftaktgegners HSV. An diesem Freitag (20.30 Uhr) empfangen die Hamburger Holstein Kiel zum Zweitligastart. „Hätte jemand von der Airline bei der Anmeldung gesagt, dass es sich um die Mannschaft von Holstein Kiel in dem Flugzeug handelte, hätten wir kurzfristig die Berufsfeuerwehr zur Verstärkung hinzugezogen“, sagte Jahnke weiter. Künftig sollen solche Missverständnisse nicht mehr auftreten. Anfang Oktober bezieht die Kieler Berufsfeuerwehr Räume auf dem Flughafengelände.

Etwas Gutes hatte die chaotische Rückreise dennoch: Die 2:3-Testspielniederlage gegen den spanischen Erstligisten SD Eibar in Ismaning war so gut wie vergessen. Zum Glück ist die Anreise zum nächsten Gegner im Volksparkstadion nicht so weit.