Rahlstedt

Geplantes Gewerbegebiet bedroht Moorfrosch und Fledermaus

Der Moorfrosch gehört zu den gefährdeten Arten

Der Moorfrosch gehört zu den gefährdeten Arten

Foto: picture alliance / blickwinkel/R. Koenig

Naturschützer fordern Ende der Planungen für das Gewerbegebiet Viktoriapark. Die Fläche sei Lebensraum für streng geschützte Arten.

Hamburg.  Ein geplantes Gewerbegebiet im Hamburger Nordosten stößt bei Umweltschützern auf Kritik. Die 35 Hektar große Fläche liege in einem Landschaftsschutzgebiet im Stadtteil Rahlstedt und sei Lebensraum streng geschützter Arten wie Fledermaus und Moorfrosch, erklärte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) am Dienstag.

Seit dieser Woche liegt der Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Viktoriapark aus. Der BUND forderte die Einstellung des Verfahrens und der Planungen. „Die enorme Flächenversiegelung muss endlich ein Ende haben“, erklärte BUND-Landesgeschäftsführer Manfred Braasch.

Gemeinsam mit dem schleswig-holsteinischen Kreis Stormarn will Hamburg nahe der A1 ein länderübergreifendes Gewerbegebiet entwickeln. Der Natur- und Landschaftsschutz werde dabei berücksichtigt, versicherte der Senat. Ein Bürgerbegehren gegen das Gewerbegebiet auf Bezirksebene ließen die Behörden nicht zu.