Fahrlehrerverband

Fahrschulen in Hamburg finden keine Mitarbeiter

Nach Schätzungen geht in den kommenden Jahren etwa ein Drittel der verbliebenen Fahrlehrer in den Ruhestand (Archivfoto)

Nach Schätzungen geht in den kommenden Jahren etwa ein Drittel der verbliebenen Fahrlehrer in den Ruhestand (Archivfoto)

Foto: dpa

Derzeit suchen viele Fahrschulen Verstärkung. Fahrschüler bekommen daher kaum noch Termine.

Hamburg. In Hamburg droht ein akuter Fahrlehrer-Mangel. Derzeit suche knapp die Hälfte der 170 Fahrschulen landesweit Verstärkung, sagte die Vorsitzende des Fahrlehrerverbands Hamburg, Sabine Darjus, am Donnerstag. „Viele Fahrschüler bekommen keine Termine“, so Darjus, die selbst lange eine Fahrschule in Hamburg leitete.

Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes ist die Zahl der Fahrlehrer deutschlandweit zwischen 2011 und 2017 von rund 55.000 auf 44.500 gesunken. Nach Schätzungen geht in den kommenden Jahren etwa ein Drittel der verbliebenen Fahrlehrer in den Ruhestand. Einen wesentlichen Grund für den derzeitigen Fachkräftemangel sieht der Fahrlehrerverband unter anderem in den hohen Ausbildungskosten von rund 10.000 Euro. „Daneben müssen die Auszubildenden noch ihre Lebenshaltungskosten finanzieren, da sie während des Ausbildungsjahres keinen Verdienst haben“, so Darjus.

Obwohl der Fahrlehrerverband bereits aktiv bei der Agentur für Arbeit um die Vermittlung von geeignetem Nachwuchs gebeten hat, werde sich das Problem so schnell wohl nicht lösen lassen. „Wenn wir ein Patentrezept hätten, um den Beruf wieder attraktiver zu machen, hätten wir es längst angewendet“, sagte die Verbandsvorsitzende.