Ostern

So waren die Feiertage in Hamburg

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Osterfeuer in Blankenese. Im Hintergrund:
die „Mare Frisium"

Osterfeuer in Blankenese. Im Hintergrund: die „Mare Frisium"

Foto: dpa

Für die Hamburger war es ein ruhiges und meteorologisch durchwachsenes Osterfest. Nässe erschwert traditionelle Feuer.

Hamburg.  Schnee an Gründonnerstag, Sonne an Karfreitag, Schnee­regen am Ostersonnabend und wieder Sonne am Ostermontag: Für die Hamburger war es ein ruhiges und meteorologisch durchwachsenes Osterfest, das am Montag mit den traditionellen Ostermärschen zu Ende ging.

Mehr Menschen als in den vergangenen Jahren sind für den Frieden auf die Straße gegangen. 3000 Menschen zogen nach Angaben des Veranstalters unter dem Motto „Abrüsten statt aufrüsten“ durch St. Georg, 2000 Menschen waren es nach Angaben der Polizei. Die Proteste richteten sich gegen Kriegseinsätze der Bundeswehr, Rüstungsexporten in Krisenregionen und Atomwaffen. „Die Rüstungsausgaben in Deutschland werden fast verdoppelt zulasten der sozialen Bereiche. Dort fehlen die Gelder dann“, sagte Veranstalter Markus Gunkel. 30 bis 40 Organisationen, darunter die Gewerkschaft Ver.di, beteiligten sich am Ostermarsch.

Für den Frieden auf der Straße

Auffällig viele junge Leute waren unter den Demonstranten – so wie Anna, 18, von der Stadtteilschule Stellingen. „Die Welt ist voller Krisen. Ich bin auf die Straße gegangen, um für Abrüstung zu protestieren. Denn Gründe für Kriege gibt es keine.“ Auch Juliane, 18, von der Ida-Ehre-Stadtteilschule wollte auf die globale Ungerechtigkeit aufmerksam machen. Inga Blum, im Vorstand der deutschen Sektion der Internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges: „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Atomwaffen zum Einsatz kommen.“ Nie war die Möglichkeit für einen Atomkrieg höher als momentan, sagte sie.

So ruhig wie der Ostermarsch verliefen auch die Osterfeuer. „Keine besonderen Vorkommnisse“, meldeten Feuerwehr und Polizei. Zahlreiche Osterfeuer loderten am Sonnabend in den winterlichen Himmel. Ob am Elbstrand in Blankenese oder in Rothenburgsort – Erwachsene und Kinder versammelten sich trotz der ungemütlichen Witterung. Für die Osterfeuer an der Elbe sei der Wind aus der richtigen Richtung gekommen – nämlich Richtung Fluss, sodass alles planmäßig abbrannte. Einige Feuer allerdings waren aufgrund der Nässe nur schwer zu entzünden.

Das sonnige Wetter am Montag nutzten dann Zehntausende für Spaziergänge. Gaststätten an Elbe und Alster meldeten einen „rekordverdächtigen Ansturm“.

( gen/HA )

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