Hamburg

Tschentscher mit 71 Stimmen zum Bürgermeister gewählt

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Der ehemalige Finanzsenator wurde bereits als Rathauschef vereidigt – mit Gottesbezug. Olaf Scholz gratuliert seinem Nachfolger.

Die Hamburgische Bürgerschaft hat den Nachfolger von Ex-Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) gewählt. Neuer Regierungschef ist Peter Tschentscher (SPD) . Die Abgeordneten wurden namentlich an die Urne gerufen, in geheimer Wahl ihre Stimme abzugeben.

Um gewählt zu werden, benötigte der bisherige Finanzsenator Peter Tschentscher (SPD) mindestens 61 der 121 Stimmen. Da SPD (59) und Grüne (14) gemeinsam über 73 Mandate verfügen, galt die Wahl des 52-Jährigen als sicher. 71 Abgeordnete stimmten für Tschentscher. Es fehlten also zwei Stimmen – aus den eigenen Reihen?

Andreas Dressel ist neuer Finanzsenator

Nachdem Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit (SPD) das Ergebnis verkündet hatte, vereidigte sie den neuen Bürgermeister. Hamburgs bisheriger SPD-Fraktionsvorsitzender Andreas Dressel ist nun neuer Finanzsenator. Die Bürgerschaft bestätigte mehrheitlich den Senat von Bürgermeister Tschentscher. Der 43-jährige Dressel ist die einzige neue Personalie bei den Senatoren.

Wer Dressels Amt an der Fraktionsspitze übernimmt, wird erst am 9. April geklärt. Zu dem Stühlerücken war es gekommen, weil Ex-Bürgermeister Olaf Scholz Mitte März nach Berlin gewechselt war, um Bundesfinanzminister und Vize-Kanzler zu werden.

Oppositionsführer Trepoll kritisiert Bürgermeister Tschentscher

Der kommissarische SPD-Parteivorsitzende Scholz hat bereits seinem Nachfolger im Amt des Hamburger Bürgermeisters alles Gute für seine neue Aufgabe gewünscht. „Die Freie und Hansestadt Hamburg darf sich über einen kompetenten, versierten und erfahrenen Rathauschef freuen, der mit sicherer Hand und klugem Verstand die Stadt führen wird“, teilte Scholz am Mittwoch mit.

„Der rot-grüne Senat unter Führung von Peter Tschentscher wird den eingeschlagenen Weg fortsetzen und zugleich eigene Akzente setzen“, erklärte Scholz. „Auf Bundesebene freuen wir uns, dass Hamburg seine starke Stimme im Chor der Länder behalten wird.“ Nachdem Hamburgs Regierung erstmals auf der Senatsbank Platz genommen hatte, folgte eine Aktuelle Stunde. Die CDU hatte das Thema: "Wie geht's weiter mit Hamburg?" angemeldet.