Reeperbahn

Hooters-Filiale eröffnet später – wegen der Amerikaner

Bisher ist dort, wo das Hooters-Restaurant entsteht, nur eine Baustelle zu sehen

Bisher ist dort, wo das Hooters-Restaurant entsteht, nur eine Baustelle zu sehen

Foto: Jakob Drechsler

Zweimal wurde die Eröffnung der Fastfood-Kette auf dem Kiez bereits verschoben. Ein Grund: Amerikaner müssen für Kontrollen anreisen.

Hamburg. Das kulinarische Angebot auf der Reeperbahn wächst um zwei Restaurants: Sowohl die amerikanische Fastfood-Kette Hooters als auch das Restaurant AHOI ziehen in die ehemalige Lidl-Filiale neben dem Schweinske.

Eigentlich sollte das Hooters bereits im September auf dem Kiez eröffnet werden. Doch die Umbauarbeiten auf der Reeperbahn sind noch nicht beendet. Die Eröffnung hat sich bereits zwei Mal verschoben und ist nun für Mitte Januar geplant.

Gründe für die Verzögerung

Das Verschieben der Eröffnung habe laut Kiez-Gastronom Thomas Stutzki zwei Gründe: Zum einen sei es zu einer Verzögerung bei den Umbauten gekommen. Zum anderen müsse ein zwölfköpfiges Team aus Amerika anreisen und unter anderem das Interieur und die Arbeitsabläufe abnehmen, bevor ein Hooters-Restaurant eröffnen könne. Da das Team weltweit mit den Kontrollen beschäftigt sei, finde es erst Anfang Januar Zeit, in Hamburg anzureisen.

Kellnerinnen arbeiten in knappen Outfits

Im Hooters werden leicht bekleidete Damen den Gästen Chicken-Wings und Bier-Pitcher servieren. Zwar stünde die "Stammmannschaft" an Mitarbeitern bereits fest, sagt Thomas Stutzki. Dennoch sei das Restaurant weiterhin auf der Suche nach Küchenpersonal mit Vorerfahrung im sogenannten Fast-Casual-Dining, das sich durch frische Produkte und einen schnellen, reduzierten Service auszeichnet.

Zweites Restaurant AHOI soll Ende März eröffnen

Neben dem Franchise-Restaurant wollen die Betreiber noch ein weiteres Gastronomiekonzept an dem Standort umsetzen: Die vorhandene Fläche werde laut Kiez-Gastronom Stutzki in der Hälfte geteilt. Neben dem Hooters soll auch das AHOI eröffnen – ein hanseatisches Restaurant mit norddeutscher Küche. Dort sollen Klassiker wie Grünkohl, Hamburger Pannfisch oder Rote Grütze serviert werden.

Das Restaurant sei jedoch nicht mit dem Ahoi by Steffen Henssler zu verwechseln: "Im Gegensatz dazu schreibt sich unser AHOI in Versalien", sagt Stutzki. Das AHOI soll Ende März, Anfang April eröffnen. Das begründet Stutzki so: "Im Fokus steht das Hooters, was sich in der Reihenfolge der Eröffnung widerspiegeln soll."

"Das AHOI wird im Wesentlichen aus drei Elementen bestehen: Zum einen aus dem Fokus auf die norddeutsche Küche. Zum anderen sollen über 50 Craftbeer- sowie über 50 Rumsorten angeboten werden. Rum deshalb, weil er so gut zu St. Pauli passt", sagt Stutzki. Seit zwei Monaten gibt es nach Vanille schmeckenden AHOI-Rum in einer Tonkrug-Flasche. Dieser werde dort bei Tastings verköstigt und bei Live-Abfüllungen verkauft.

Ausnahmerolle auf dem Kiez

Im Hooters sollen rund 200 Gäste Platz finden. Im AHOI seien es 199, so Stutzki. Unter der Adresse Reeperbahn 157 werden dann sowohl das Hooters, das AHOI als auch das Schweinske zu finden sein. Stutzki betont außerdem: "Gegenüber soll auch noch ein Astra Brauhaus eröffnen. So wird in dem eher verlassenen Teil der Reeperbahn, Richtung Königstraße, viel Neues entstehen."

Das Hooters wird von Geschäftsführer Thomas Stutzki betrieben, das AHOI von Christopher Stapel. Mit dem Betreiber des Schweinske am selben Ort haben sie nichts zu tun.

Weltweit gibt es bereits 440 Hooters-Filialen, in Deutschland gib es nur eine weitere Filiale in Frankfurt.