Hamburg

Welt-Mädchentag: Diese Kirche erstrahlt heute in Pink

In ganz Deutschland werben heute Wahrzeichen für die Gleichstellung von Mädchen und jungen Frauen – besonders in Fragen der Bildung.

Hamburg.  Die Sankt-Petri-Kirche in Hamburg, das Holstentor in Lübeck, der Funkturm in Berlin oder das Karlstor in München: Zum Welt-Mädchentag erstrahlen am Mittwoch in rund 30 deutschen Städten bekannte Gebäude und Wahrzeichen in Pink. Mit der Aktion möchte das Kinderhilfswerk Plan International auf die fehlende Gleichberechtigung weltweit aufmerksam machen. „Das ist ein starkes Signal für die Bildung und Gleichberechtigung von Mädchen und jungen Frauen auf dieser Welt“, sagte Plan-Geschäftsführerin Maike Röttger.

Weltweit gehen 130 Millionen Mädchen nicht zur Schule und haben so kaum eine Chance, ihre Rechte wahrzunehmen und ein Leben ohne Armut zu führen. Parallel zu der Beleuchtungsaktion übernehmen Mädchen weltweit für einen Tag Führungspositionen in Politik und Gesellschaft und verschaffen sich so Gehör für ihre Belange.

2011 griff die Uno die Idee auf

Mit dem Aktionstag ist auch der Kampf gegen Zwangsehen und für eine allgemeine Gleichberechtigung in allen Lebensbereichen verbunden. Außerdem wirbt der Tag für null Toleranz gegenüber Gewalt gegen Frauen und Mädchen im Namen von Kultur und althergebrachten Gebräuchen.

Im September 2008 wurde der erste, damals noch inoffizielle „Internationale Mädchentag“ ausgerufen. 2009 forderten die Landesorganisationen von Plan International die UNO auf, den Tag offiziell als weltweiten Aktionstag zu unterstützen. Am 19. Dezember 2011 griff die UNO die Idee auf. Der Deutsche Bundestag stimmte im September 2011 fraktionsübergreifend für die Einrichtung des Mädchent-Tages. Seit 2011 spricht Plan International Deutschland den Tag „Welt-Mädchentag“.