Verkehr

Auf Hamburger Taxis gibt es jetzt Bildschirm-Werbung

Ein Taxi steht am Hamburger Flughafen. Künftig sollen  auch Taxis, auf denen via Bildschirm geworben wird, auf Hamburgs Straßen rollen

Ein Taxi steht am Hamburger Flughafen. Künftig sollen auch Taxis, auf denen via Bildschirm geworben wird, auf Hamburgs Straßen rollen

Foto: dpa

Testversuch mit Bildschirmwerbung auf dem Taxidach. Hamburger Unternehmen verspricht „die modernste Taxiwerbung der Welt“.

Hamburg.  Taxis, die mit einem fest montierten Werbeplakat auf dem Dach durch die Stadt kurven, gehören inzwischen fest zum Straßenbild. Künftig sind in Hamburg auch Wagen unterwegs, die in Augenhöhe von Fußgängern eben noch ein Musical im Hafen angepriesen haben, gleich darauf aber für den Klempnerbetrieb oder die neue Bar im Stadtteil werben, in dem das Taxi gerade unterwegs ist.

In der Hansestadt startet heute ein Testversuch mit Bildschirmwerbung auf dem Taxidach. Das Hamburger Unternehmen Taxi-AD verspricht nicht weniger als „die modernste Taxiwerbung der Welt“. Die Firma ist nach eigenen Angaben der einzige Anbieter für Displays auf Taxidächern, vermarktet Werbeflächen auf bundesweit mehr als 5000 Wagen und ist mit mehr als 20 Mitarbeitern in Hamburg unter anderem auch in Slowenien und Kenia tätig.

Zusatzverdienst für Taxifahrer

In Dresden testet Taxi-AD derzeit beleuchtete Werbetafeln auf dem Autodach. Die sind an sich verboten, das Unternehmen erhielt aber eine Versuchsgenehmigung. In Hamburg kommt nun die nächste Stufe der Werbeform zum Einsatz. Sie soll der Firma neue Kunden bescheren. Denn welche Werbung auf dem Bildschirm gezeigt wird, lässt sich mithilfe des Ortungssystems GPS steuern.

Lokale Anbieter können so ganz gezielt in den Gegenden für sich werben, wo die potenziellen Kunden sind. Taxifahrer mit Bildschirm auf dem Dach könnten bis zu 500 Euro pro Monat hinzuverdienen, so Taxi-AD.

500.000 Euro-Investition in Display

Mehr als 500.000 Euro hat die Firma nach Angaben des geschäftsführenden Gesellschafters Falk Röbbelen in die Entwicklung des digitalen Displays investiert. Zum Start des Tests in Hamburg hat sich der Staatsrat der Wirtschaftsbehörde angekündigt.