Bürgerschaft

Schweigeminute im Rathaus für Barbara Kisseler

Die Hamburger Bürgerschaft hält für eine Schweigeminute inne

Die Hamburger Bürgerschaft hält für eine Schweigeminute inne

Foto: Daniel Reinhardt / dpa

Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit erinnerte an die im Alter von 67 Jahren gestorbene Kultursenatorin.

Hamburg.  Selten hat man die Bürgerschaft so in Moll gestimmt gesehen wie an diesem Mittwoch. Auf der Senatsbank blieb ein Platz frei, davor standen ein Vase mit weißen Gladiolen und ein Foto von Barbara Kisseler. Der Tod der parteilosen Kultursenatorin, die am Freitag im Alter von 67 Jahren den Kampf gegen den Krebs verloren hatte, hat Abgeordnete und Senatsmitglieder gleichermaßen tief getroffen. Viele rangen mit den Tränen, als Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit (SPD) zu Beginn der Sitzung an die über alle Parteigrenzen hinaus beliebte Politikerin erinnerte und danach um eine Schweigeminute bat.

Dass eine Kultursenatorin sich für ihre Themen einsetze, sollte ja eine Selbstverständlichkeit sein, sagte Veit. „Aber wie es ihr gelang, andere Menschen von ihren Ideen zu überzeugen, sie für Kultur im besten Sinne zu begeistern, nämlich mit hohem Sachverstand, mit Intelligenz und Humor, das war schon etwas Einzigartiges.“ Barbara Kisseler, die das Amt seit März 2011 ausfüllte, habe sich dabei stets von dem Grundgedanken leiten lassen, dass Kultur für jeden Bürger zugänglich sein muss. „Wir werden ihre offene und ehrliche Art vermissen“, sagte Veit und fügte hinzu: „Auch ihre Hartnäckigkeit, mit der sie sich jede Kunstform zu Herzen nahm.“

Einen offizielle Trauerfeier für Barbara Kisseler wird es erst nach den Herbstferien geben. Auch über ihre Nachfolge wird vermutlich erst im November entschieden. Bis dahin bleibt ihr Platz im Senat frei.

Gedenkminute für Barbara Kisseler
Video: abendblatt.tv