Statistisches Bundesamt

Hamburgs Väter gehen gern in Elternzeit

Jeder dritte Vater in Hamburg bezieht Elterngeld. Damit liegt die Hansestadt über dem Bundesdurchschnitt – und bundesweit auf Platz 6.

Hamburg. Jeder dritte Vater in Hamburg bezieht Elterngeld. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes am Donnerstag haben 37,3 Prozent der Väter, deren Kinder 2014 geboren wurden, Elterngeld bezogen. Damit liegt Hamburg über dem Bundesdurchschnitt von 34,2 Prozent. Unter den 16 Bundesländern belegt Hamburg damit Rang 6.

Am häufigsten bezogen Väter in Sachsen (44 Prozent) und Bayern (42 Prozent) Elterngeld, gefolgt von Thüringen (41 Prozent) und Baden-Württemberg (39 Prozent). Die mit Abstand geringste Inanspruchnahme des Elterngeldes gab es bei Vätern im Saarland (23 Prozent). Bei den Müttern lag der Anteil im Bundesdurchschnitt bei 96 Prozent.

In Hamburg betrug das Elterngeld im Durchschnitt 1324 Euro

Spitzenreiter unter den Landkreisen und kreisfreien Städten ist die thüringische Stadt Jena mit 57,8 Prozent. Damit löst Jena den bayerischen Landkreis Main-Spessart (49,5 Prozent) von der Spitzenposition ab. In fast der Hälfte der Landkreise und kreisfreien Städte wurde ein Anteil von mindestens 35 Prozent erreicht – mit einer klaren regionalen Konzentration im Süden und Südosten Deutschlands.

Die Höhe des Elterngeldes ist entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen abhängig vom bisherigen Einkommen der Väter. In Hamburg betrug es im Durchschnitt 1324 Euro. Damit liegt Hamburg im oberen Drittel der Bundesländer. Im Bundesdurchschnitt beträgt das Elterngeld der Väter 1266 Euro. Spitzenreiter ist Baden-Württemberg mit 1370 Euro, in Thüringen gab es mit 1040 Euro am wenigsten. In den alten Bundesländern war das Elterngeld im Schnitt wesentlich höher als in den neuen Bundesländern.

Der Elterngeldanspruch von Vätern, die vor der Geburt erwerbstätig waren, war mit bundesweit durchschnittlich 1266 Euro – wie auch schon in den Vorjahren – deutlich höher als der Elterngeldanspruch von vor der Geburt des Kindes erwerbstätigen Müttern (921 Euro). Die unterschiedlich hohen Elterngeldansprüche sind unter anderem darauf zurückzuführen, dass Väter häufiger vor der Geburt ihres Kindes erwerbstätig waren und in der Regel ein höheres anrechenbares Einkommen erzielten. Die Bezugsdauer des Elterngeldes für im Jahr 2014 geborene Kinder lag im Schnitt für Väter bei 3,1 Monaten und für Mütter bei 11,6 Monaten.