Längster Park Hamburgs

Ideen für Horner Geest – Abstimmung direkt beim Schäfer

Eine Herde Schafe ist bis Sonnabend zu Werbezwecken für den längsten Park der Stadt zwischen Hammer Berg und Berliner Tor unterwegs

Eine Herde Schafe ist bis Sonnabend zu Werbezwecken für den längsten Park der Stadt zwischen Hammer Berg und Berliner Tor unterwegs

Foto: dpa Picture-Alliance / Carsten Rehder / picture-alliance / dpa

Für das geplante Erholungsgebiet der Horner Geest liegen 233 Ideen vor. Jetzt beginnt die Wahl für die 25 besten Vorschläge.

Hamburg. Der Superlativ steht schon mal: Mit neun Kilometer Länge soll die Horner Geest der längste Park Hamburgs werden, ein grünes Band, das sich von der City bis zum Öjendorfer See zieht. Jetzt muss dieses naturnahe Großprojekt mit einem Budget von einer Million Euro noch ausgestaltet werden.

Dafür wurden in den vergangenen Monaten Ideen gesucht — und gefunden. Insgesamt 233 Vorschläge sind beim Bürgerprojekt zusammengekommen. Die 25 besten, sinnvollsten oder einfallsreichsten davon sollen nun in der Endabstimmung gefunden werden.

Stimmzettel beim Schäfer abgeben

Damit die Öffentlichkeit auch von dieser für den Hamburger Osten wichtigen Weichenstellung Notiz nimmt, ist aktuell der Schäfer Volker Derbisz mit seiner Herde auf der Horner Geest unterwegs. Bis Sonnabend wandert der Mann mit seinen Tieren öffentlichkeitswirksam vom Hammer Berg bis zum Berliner Tor. Dabei fungiert er auch als mobiles Abstimmungsbüro.

Am Donnerstag wird sogar Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) dem Hirten einen Besuch abstatten, um auf den Start der Endabstimmung aufmerksam zu machen. Von Anfang Juni bis Ende August waren die Hamburger aufgerufen, ihre Projektideen einzureichen. Die Bandbreite war dabei enorm: Von neuen Sport- und Bewegungsangeboten über alle Arten der Stadtnatur bis hin zu Ruhe-Inseln oder Treffpunkten. Auch Kunstprojekte und Begegnungspunkte, um die Menschen entlang der Achse zusammen zu bringen, waren dabei.

Experten prüfen Umsetzung der 25 besten Ideen

Unter deinegeest.hamburg kann die geneigte Öffentlichkeit nun aus den 233 Projektvorschlägen wählen. Die besten 25 Projekte (fünf pro Stadtteil) kommen in die nächste Runde und werden am 5., 12. und 19. November in Werkstätten mit Experten weiterentwickelt. Im Fokus steht dabei, die Ideen technisch, politisch und finanziell umsetzbar zu machen.

Abgestimmt werden kann zudem bis zum 13. Oktober in den Wahlstationen der Zentralbibliothek (Hühnerposten 1), der Bücherhalle Horn (Am Gojenboom 46), der Bücherhalle Billstedt (Möllner Landstraße 31) und im Büro Urbanista (Bäckerbreitergang 14). Die letzte Möglichkeit, die Stimme ‚offline‘ abzugeben, besteht vom 11. bis 13. Oktober im Stadtteilhaus Horner Freiheit. Hier können in einer Ausstellung auch alle Projektideen besichtigt werden.