Hamburg

Polizei entdeckt Erdlager von Autodieben in Rahlstedt

Zwei Männer sollen mindestens elf Autos in Hamburg und Umgebung aufgebrochen haben. Ihre Beute versteckten sie in Erdlöchern.

Hamburg. Die Polizei hat am Freitag in Rahlstedt im Naturschutzgebiet Stapelfelder Moor zwei Abfalltonnen in der Erde entdeckt, die offenbar Dieben als Zwischenlager für ihre Beute aus Autoaufbrüchen dienten. Die mutmaßlichen Diebe, zwei 24 und 25 Jahre alte Männer, waren bereits am Montag bei dem Versuch, ihre Diebesgut nach Litauen zu transportieren, festgenommen worden. Am selben Tag hatte ein Richter Haftbefehl gegen sie erlassen. Das teilte die Polizei am Freitagnachmittag mit.

Autodiebe hatten elf Fahrzeuge aufgebrochen

Die beiden Männer sollen von April bis August 2016 insgesamt elf Autos in Hamburg und im Hamburger Umland aufgebrochen und aus diesen Navigationsgeräte, Airbags, Steuergeräte und Lenkräder entwendet haben. Das Stehlgut sei jeweils unmittelbar nach der Tat in Erddepots zwischengelagert worden, so die Polizei. Die Erddepots seien von den Dieben zu einem späteren Zeitpunkt geleert und das Stehlgut verpackt worden. Anschließend sollte das Stehlgut in Koffern nach Litauen gebracht werden. Es bestehe der Verdacht des gewerbs- und bandenmäßigen Diebstahls und der Hehlerei.

Polizei ordnet Diegesgut zu

Am Freitag entdeckte die Polizei schließlich in Rahlstedt zwei in der Erde verbgrabene Tonnen, die den mutmaßlichen Dieben als Lager für ihre Beute dienten. Durch die Spurensicherung und die immer noch laufende Stehlgutzuordnung können möglicherweise weitere zurückliegende Kfz-Aufbrüche in Hamburg aufgeklärt werden.