Verkehr

"Problemkind A7": ADAC erwartet Stau fürs Wochenende

Reiseverkehr staut sich in Hamburg auf der A7 Richtung Süden

Reiseverkehr staut sich in Hamburg auf der A7 Richtung Süden

Foto: Bodo Marks / dpa

Baustellen und Ferienende sorgen für Staus rund um Hamburg. Ein Grund für den Ostseeboom: Angst vor Terror.

Hamburg. Autofahrer müssen sich auf ein Wochenende mit viel Stau rund um Hamburg einstellen. Das Ende der Ferien in drei Bundesländern, viele Baustellen auf den Autobahnen und Bundesstraße sowie die steigende Beliebtheit der Ostseeregion als Urlaubsziel sorgen für jeden Menge Verkehr im Norden.

„Wir erwarten ein enorm staureiches Wochenende“, sagt Hans Duschl vom ADAC Hansa. „Unser Problemkind ist dabei die A7.“ Aber auch auf den anderen Autobahnen und Bundesstraßen behindern Bauarbeiten den Verkehr. Zwar sei die Baustelle auf der A23 zwischen der Hamburger Landesgrenze und Rellingen eine Woche früher als geplant fertiggestellt worden. Dennoch wird es für Reisende in Richtung Nord- und Ostsee eng auf den Straßen.

Ferienende in drei Bundesländern

Das liegt zum einen an den zahlreichen weiteren Baustellen, zum anderen daran, dass derzeit besonders viele Autofahrer unterwegs sind. So gehen die Sommerferien in Rheinland-Pfalz, Hessen und im Saarland zu Ende. Außerdem nutzen in diesem Jahr laut einer Studie des ADAC deutlich mehr Urlauber das Auto für ihre Reise.

"Sicherheitslage" laut ADAC Grund für mehr Verkehr

Das steigende Verkehrsaufkommen hängt auch damit zusammen, dass Urlaub im Inland immer beliebter wird. „Viele Urlauber entscheiden sich angesichts der Gesamtsicherheitslage für einen Urlaub innerhalb Deutschlands“, so Duschl. Das hat der ADAC-Reisemonitor 2016 ergeben. Für 85 Prozent der befragten Mitglieder, die 2016 einen Urlaub planen, ist bei der Wahl der Urlaubsziels die persönliche Sicherheit demnach sehr wichtig oder wichtig. Und nahegelegene Ziele werden eher mit dem Auto angefahren. „Die Ostsee ist enorm beliebt in diesem Jahr“, sagt Duschl.

ADAC rät, Stau auf der Autobahn auszusitzen

Der ADAC rät Autofahrern, sich schon vor Reisebeginn auf Stau einzustellen – geistig, um den Stress entspannt zu begegnen, aber auch praktisch mit Wasserflaschen, Snacks und Spielzeug für die Kinder im Auto. Am besten sei es immer, antizyklisch zu fahren, sagt Duschl. Also frühmorgens oder spätabends, wenn nicht alle anderen auch losfahren. Nur bei Vollsperrungen sollten Autofahrer die Autobahn verlassen und auf Nebenstrecken ausweichen. „Und das wichtigste: bei Stau sofort eine Rettungsgasse bilden.“