Radsport

Neuer Titelsponsor rettet Hamburger Cyclassics

Cyclassics in Hamburg auf der Köhlbrandbrücke

Cyclassics in Hamburg auf der Köhlbrandbrücke

Foto: dpa

Bürgermeister und Veranstalter verrieten am Mittwoch, wer in den kommenden vier Jahren das Radrennen in Hamburg finanzieren wird.

Hamburg hat den Verlust eines weiteren sportlichen Wahrzeichens abwenden können. Der Verbleib der Cyclassics ist für mindestens zwei Jahre gesichert. EuroEyes steigt als Titelsponsor bei Deutschlands einzigem erstklassigem Profi-Radrennen ein. Die Hamburger Augenlaser-Klinikgruppe schloss mit Veranstalter Ironman einen Vertrag mit einer Laufzeit bis einschließlich 2017 nebst einer Option für weitere zwei Jahre.

„Das ist ein guter Tag für den Sport in Hamburg und ein Meilenstein bei der Weiterentwicklung der Sportstadt. Wir haben eine fast perfekte Lösung gefunden“, sagte Bürgermeister Olaf Scholz (SPD). Er hatte sich persönlich mit einer Videobotschaft bei der Suche nach einem Nachfolger für Vattenfall engagiert. Der Energieversorger hatte die Cyclassics seit ihrer Gründung 1996 als Titelsponsor gefördert, bis 2005 noch unter dem Namen des Vorgängerunternehmens HEW.

17.000 Anmeldungen für Cyclassics im August

Nach dem Ausstieg im vergangenen Jahr drohte Hamburg das Rennen an einen anderen Standort zu verlieren. Düsseldorf, im nächsten Jahr Gastgeber des Tour-de-France-Starts, und eine Großstadt im benachbarten Ausland hatten konkretes Interesse angemeldet. Ironman hatte sich deshalb Anfang Mai über das Abendblatt an die Öffentlichkeit gewandt und Scholz um Unterstützung gebeten. Vor drei Wochen dann nahm EuroEyes Kontakt zu Ironman auf.

„Uns fällt eine Tonnenlast vom Herzen“, sagte Ironman-Geschäftsführer Christian Toetzke. „Wir hatten die Hoffnung bereits aufgegeben, dass wir es dieses Jahr noch hinbekommen.“ Die Cyclassics rollen am 21. August zum 21. Mal durch die Stadt. Die Anmeldezahlen, gut 17.000, lassen wieder auf mehr als 20.000 Jedermann-Teilnehmer hoffen. Spätestens im September hätte eine Entscheidung über die Zukunft des Rennens fallen müssen.

Hamburgs Sport hatte seit dem Aus für die Olympia-Pläne durch das Referendum im November weitere Rückschläge hinnehmen müssen. So mussten sich die Handballer des HSV Hamburg, die Eishockeymannschaft der Hamburg Freezers und das Volleyball-Team Aurubis Hamburg jeweils aufgrund finanzieller Schwierigkeiten aus der ersten Liga zurückziehen.