Billstedt

Autofahrer soll mit Gaspistole auf Mutter geschossen haben

Weil sich eine junge Mutter über die hohe Geschwingkeit eines Wagens beschwerte, wurde sie von dessen Insassen attackiert.

Billstedt.  Sie beschwerte sich, weil ein Mercedes zu schnell an ihrem Kind vorbeiraste, dann fielen mehrere Schüsse aus einer Gaspistole: Eine junge Mutter soll am Mittwochabend von zwei Männern am Asbrookdamm verletzt worden sein.

Der 19 Jahre alte Mercedes-Fahrer soll aus seinem Wagen heraus mehrere Male mit einer Gaspistole auf die 20-Jährige geschossen haben, wie Polizeisprecherin Heike Uhde am Donnerstag mitteilte. Danach sei die junge Frau zudem von dem 21 Jahre alten Beifahrer mit einem Schlagring attackiert worden.

Beifahrer geht mit Schlagring auf Mutter los

Die 20-Jährige war mit ihrem zweieinhalbjährigen Kind, zwei Freunden und einem weiteren Kind im Alter von 13 Jahren kurz nach 21 Uhr gerade zu Fuß auf dem Heimweg, als der Mercedes offenbar mit überhöhter Geschwindigkeit an der Gruppe vorbeifuhr.

Offenbar in Sorge um ihre zwei Kinder hätten sich die Erwachsenen der Fußgängergruppe lautstark aufgeregt und für die beiden Männer im Auto hörbar beschwert, sagte Uhde. Daraufhin stoppte der 19-Jährige seinen Wagen, und es entbrannte ein verbaler Streit zwischen den beiden Männern und der Gruppe um die 20-Jährige. „Im Verlauf des Streits soll der Fahrzeugführer mehrfach mit einer Gaswaffe auf die 20-Jährige geschossen haben“, sagte Uhde.

Dann, so schilderten es Opfer und Zeugen, ging zudem der 21 Jahre alte Beifahrer mit einem Schlagring auf die junge Mutter los. Sie erlitt Verletzungen an einer Hand und mehrere Hautrötungen.

Autokennzeichen führt zu mutmaßlichen Tätern

Nach der Tat ergriffen die Männer mit dem Mercedes die Flucht. Da sich die 20-Jährige und ihre Begleiter das Autokennzeichen gemerkt hatten, konnte die Polizei die beiden Männer wenig später ausfindig machen und vorläufig festnehmen.

Im Auto fanden die Beamten jedoch nur noch den Schlagring – eine Gaspistole entdeckten sie nicht. Die Männer kamen wieder auf freien Fuß. Die Ermittlungen des Landeskriminalamts für die Region Bergedorf dauern an.