Hamburger Hafen

HafenCity Riverbus nach Unfall in der Werkstatt

Der Amphibienbus wurde von einem Auto angefahren und zunächst aus dem Verkehr gezogen. Der Unfallverursacher wurde schlimm erwischt.

Hamburg. Bei Hamburgs erstem Amphibienfahrzeug hat es gekracht - allerdings nicht zu Wasser, sondern an Land. Der Riverbus sei am Sonntagvormittag in Rothenburgsort von einem Auto angefahren worden, bestätigt Geschäftsführer Fred Franken dem Hamburger Abendblatt. Der Betrieb fällt damit voraussichtlich bis Donnerstag aus.

Autofahrer missachtet Verkehrsführung

"Uns hat ein Autofahrer am Sonntagvormittag die Vorfahrt genommen und den Bus leicht erwischt", sagt Franken. Der Unfall sei nicht während einer Besucherfahrt passiert. Am Riverbus sei nur geringer Schaden entstanden. "Im Grunde ist es nur ein Lackschaden", sagt der Geschäftsführer der neuen Attraktion im Hamburger Hafen.

Polizeisprecher Holger Vehren bestätigt den Vorfall: "Der Autofahrer hätte an der Kreuzung von der Gustav-Kunst-Straße links in die Großmannstraße abbiegen müssen, stattdessen ist er unberechtigt geradeaus weiter gefahren." Der Riverbus wollte gleichzeitig auf der Großmannstraße die Kreuzung überqueren. Dabei sei der 65-jährige Autofahrer seitlich in den Bus gefahren, der dabei an der Front leicht beschädigt wurde. Den Pkw, ein Mercedes der E-Klasse, habe es demnach schlimmer erwischt. Verletzt wurde bei dem Unfall aber niemand.

Der Bus befindet sich nun in der Werkstatt. "Wir müssen warten, bis sich ein Gutachter den Schaden angeschaut hat und wir die Reparaturkosten mit der Versicherung abklären können", sagt Franken.

Unter www.hafencityriverbus.de können Interessierte die Touren, die im Sommer jeweils dienstags bis sonntags um 10, 11.45, 13.45, 15.30 und 17.15 Uhr angeboten werden, buchen. Erst am kommenden Donnerstag sind wieder Buchungen möglich. Die Fahrt beginnt am Brooktorkai 16, dauert circa 80 Minuten und kostet 20 bis 28 Euro pro Person.

Hier geht's zum Erlebnisbericht

Erst vor wenigen Wochen ist der schwimmende Bus auf der Elbe offiziell in Betrieb gegangen, nachdem die Hafenbehörde HPA die Genehmigung dazu erteilt hat. Der Riverbus ist vom deutschen „Schiffs-TÜV“, dem Germanischen Lloyd, zertifiziert. In Deutschland ist es die erste kombinierte Stadt- und Flussrundfahrt.

Bei dem Bus handelt es sich um einen Prototypen, der in Ungarn zu diesem Zweck entwickelt worden sei. Er ist für bis zu 36 Passagiere und drei Crew-Mitglieder konzipiert. Der Bus kann mit einer Geschwindigkeit von bis zu 65 Kilometern pro Stunde an Land unterwegs sein und erreicht auf dem Wasser ein Tempo von knapp 14 km/h – genug, um auch gegen die Strömung fahren zu können. Betreiber sind die beiden Hamburger Jan Peter Mahlstedt und Fred Franken.