Gefährliche Krankheit

Deutlicher Anstieg bei den Tuberkulose-Fällen in Hamburg

Die Infektionskrankheit Tuberkulose (TB) ist auch in Europa längst nicht ausgerottet

Die Infektionskrankheit Tuberkulose (TB) ist auch in Europa längst nicht ausgerottet

Foto: dpa

In Hamburg gab es nach Angaben der IKK classic 190 gemeldete Fälle. Auch bundesweit gibt es den höchsten Wert seit 2005.

Hamburg. Die Zahl der Tuberkulose-Erkrankungen ist im vergangenen Jahr in Hamburg um 27,5 Prozent gestiegen. Zum Welttuberkulosetag am 24. März hat das Robert Koch-Institut (RKI) die Daten veröffentlicht. Auch bundesweit gibt es den höchsten Wert seit 2005: 5864 Fälle. Das sind rund 30 Prozent und 1332 Fälle mehr als im Jahr 2014 (4532 Fälle insgesamt). In Hamburg gab es nach Angaben der IKK classic 190 gemeldete Fälle.

„Trotz der erhöhten Fallzahlen versichert das Robert Koch-Institut, dass das Infektionsrisiko in der Allgemeinbevölkerung unverändert gering ist“, sagt Peter Rupprecht von der IKK. „Der deutliche Anstieg bei den Erkrankungszahlen im Jahr 2015 geht zurück auf die gesetzlich vorgeschriebenen Untersuchungen von Asylsuchenden, die in Gemeinschaftsunterkünfte kommen.“