Schnelsen

7500 Besucher kommen zur Messe Veggie-World

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Edgar S. Hasse
Marc Doneleit aus Wedel mit einem veganen Snack aus Honigkresse, essbare Blüten und schwarze Tomaten

Marc Doneleit aus Wedel mit einem veganen Snack aus Honigkresse, essbare Blüten und schwarze Tomaten

Foto: Klaus Bodig / HA / Klaus Bodig

Bei der Messe wurden vegane und vegetarische Lebensmittel sowie Kleidung präsentiert, die auch einige Fleischesser begeistern.

Hamburg.  BWL-Student Moritz Conrad, 24, ist weder Vegetarier noch Veganer. Aber die erste „Veggie-World“ in Hamburg hatte in ihm ein so großes Interesse geweckt, dass er ihr am Wochenende in Schnelsen einen Besuch abstattete. „Ich habe hier viele Anregungen für meinen eigenen Lebensstil gefunden“, sagt er und zeigt auf eine Flasche veganen Biers und vegane Süßigkeiten.

7500 Besucher kamen zu Veggie-World

Wie Moritz Conrad waren viele andere Gäste von der Messepremiere begeistert. Die Veranstalter zählten für die beiden Messetage insgesamt 7500 Besucher. Das übertraf die Erwartungen bei weitem. „Wir sind überwältigt von der großen Resonanz unserer Hamburger Premiere“, sagt Hendrik Schellkes, Geschäftsführer vom Veranstalter Wellfairs. „Im nächsten Jahr kommen wir mit unserer Messe zurück und werden noch mehr Ausstellungsfläche zur Verfügung haben.“ Vor allem bei jungen Leuten finde Veggie-World Interesse. Das Durchschnittsalter liege bei Anfang 30.

Die „Veggie-World“ ist nach eigenen Angaben eine Messe für veganen Lebensstil. Veganer meiden Nahrungsmittel tierischen Ursprungs ab – und die Nutzung tierischer Produkte insgesamt. Zwischen den Ständen der rund 80 Aussteller drängten sich die Besucher. An Tofu-Theken konnten sie Frisches probieren, bei der Wedeler Firma Vegansnacks gab es „Obstboxen to go“ und bei Wheaty veganen Grill-Mix. „Im Trend sind in diesem Jahr vor allem Superfoods. Das reicht von Gerstengras bis zu getrockneten Goji-Beeren“, sagt Sebastian Joy, Geschäftsführer des Vegetarierbunds Deutschlands.

15 Austeller kamen aus der Region

David Garcia vom Hamburgs Start Up My Greenz zählte zu den rund 15 Ausstellern aus der Metropolregion Hamburg. Bislang verkaufte sein Unternehmen Spezialnahrung für Sportler. Doch noch folgt auch er dem gewachsenen Interesse nach Superfoods für alle. „Chiasamen sind reich an gesunden Omega 3-Fettsäuren, Ballaststoffen, Mineralien und Antioxidantien“, sagt er und preist weitere Produkte an, die gesund sein und gegen Stress, Bluthochdruck und als Unterstützung bei Krebstherapien helfen sollen.

Viele Interessenten drängten sich am Stand von Paul und Sarah Pollinger. Die beiden Berliner vermarkten vegane Schuhe, die in Pirmasens hergestellt werden – pure Handarbeit. Mit ihrem Label „Freivon“ setzen der gelernte Informatiker Paul, 35, und die Betriebswirtin Sarah, 29, in der Schuhmodebranche innovative Akzente. Die modisch absolut vorzeigbaren und bequemen Schuhe werden ohne tierische Produkte gefertigt. Das Oberflächenmaterial stammt aus Getreideabfällen, die Sohle aus ehemaligen Matratzen. „Allerdings sind noch immer Erdölprodukte notwendig“, sagt Paul Pollinger.

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