Hilfe für Flüchtlinge

Neues "Sea Watch"-Rettungsschiff in Hamburg vorgestellt

Das neue Rettungsschiff ist doppelt so groß wie die erste „Sea Watch“

Das neue Rettungsschiff ist doppelt so groß wie die erste „Sea Watch“

Foto: Michael Arning

Das neue Rettungsschiff ist doppelt so groß wie die erste „Sea Watch“, es soll ab April im Einsatz im Mittelmeer sein.

Hamburg. Die Situation der Bootsflüchtlinge auf dem Mittelmeer wird sich nach Einschätzung der privaten Flüchtlingshilfe-Initiative Sea Watch nochmals verschärfen. Wenn die Türkei wie mit der EU vereinbart die Fluchtwege über die Ägäis verschließe, werde die Lage vor der libyschen Küste sehr viel dramatischer, sagte Ingo Werth von Sea Watch am Freitag in Hamburg.

Dort wurde das neue Rettungsschiff vorgestellt. Es ist doppelt so groß wie die erste „Sea Watch“, ganzjährig einsetzbar und bietet auch Platz für die medizinische Versorgung. Das 33 Meter lange Schiff soll ausgebaut werden und im April im Mittelmeer sein. Im Vorjahr hatte die spendenfinanzierte Initiative nach eigenen Angaben mehr als 2000 Menschen gerettet.

Weiteres Rettungsschiff der DGzRS

Neben der Sea Watch startet von Deutschland aus eine zweite private Initiative mit einem Rettungsschiff ins Mittelmeer. Ein ehemaliges Schiff der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) soll nach Informationen von NDR 90,3 in Griechenland eingesetzt werden.


Bis vor zwei Jahren war der Seenotrettungskreuzer "Minden" vor Sylt im Einsatz, um Menschen aus der Nordsee zu retten. Danach verkaufte die DGzRS das 23 Meter lange Boot an einen Privatmann. Der wiederum stellt den Rettungskreuzer jetzt für die neue Mission im Mittelmeer zur Verfügung, so Susanne Salm-Hain, eine der Initiatoren.


Eingesetzt werden soll der Rettungskreuzer "Minden" in der Ägäis, wo beinahe täglich hunderte Menschen mit kaum seetauglichen Booten ankommen. Im März soll das Schiff in Griechenland eintreffen.