Hamburg 2024

Das soll die OlympiaCity auf dem Kleinen Grasbrook werden

Der Hamburger Senat hat den Masterplan für die geplanten Sportstätten präsentiert. Entwürfe zeigen auch die mögliche Nutzung nach 2024.

Hamburg. Eine Mischung aus Kompaktheit und Tradition prägt das Sportstättenkonzept Hamburgs bei der Bewerbung um die Olympischen Sommerspiele 2024. Rund zwei Monate vor dem Olympia-Referendum in der Hansestadt hat der Senat seinen Masterplan für die Sportstätten und für die Bebauung auf dem Kleinen Grasbrook - die OlympiaCity - vorgestellt.

Dort sollen das Olympiastadion mit 60.000 Plätzen - rückbaubar auf 20.000 Plätze -, die Olympiahalle und die olympische Schwimmhalle entstehen. Als Nachnutzung soll das olympische Herzstück zu einem neuen Hamburger Stadtteil mit rund 8000 Wohnungen und ca. 7000 Arbeitsplätzen werden.

Finden Sie den am Donnerstag vorgestellten Masterplan und das Sportstättenkonzept für Olympia 2024 in Hamburg gelungen?

Auch Volksparkstadion und Rothenbaum-Anlage im Masterplan

Nach Modernisierungen sollen aber auch traditionsreiche Sportanlagen wie das Volksparkstadon, die Tennisanlage am Rothenbaum, die Alsterdorfer Sporthalle, der Derby-Park in Klein Flottbek, das Stadion am Millerntor und die Arena am Volkspark genutzt werden. Im Umland wurde die Reitanlage von Luhmühlen für das Vielseitigkeitsreiten vorgemerkt.

"Die Spiele werden bleibende Werte für Hamburg schaffen. Es entsteht auf dem Kleinen Grasbrook der erste vollständig inklusive Stadtteil Deutschlands", sagte Nikolas Hill, Geschäftsführer der Bewerbungsgesellschaft. Bausenatorin Dorothee Stapelfeldt sprach von einem großen Impuls für die Hansestadt. "Wir wollen den Rahmen schaffen für Spiele, an die sich die Sportlerinnen und Sportler ihr ganzes Leben erinnern“, sagte sie.

Finanzkonzept soll bald präsentiert werden

Gleichzeitig gehe es aber auch darum, für die Nachnutzung der Anlagen ein überzeugendes Konzept vorzulegen. So sollen unter anderem im Anschluss an das größte Sportereignis der Welt in das Olympiastadion 400 Wohnungen integriert werden, wie Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter sagte. Zu den Kosten äußerten sie sich nicht. „Das Finanzkonzept wird alsbald die Öffentlichkeit erreichen“, sagte Stapelfeldt.

Die Bewerbung der norddeutschen Metropole wird allerdings nur aufrechterhalten, wenn beim Bürgerreferendum am 29. November mehr als die Hälfte aller Abstimmenden für die Austragung der Spiele in Hamburg entscheiden. Zudem müssen 20 Prozent aller Wahlberechtigten mit Ja stimmen - das sind etwa 260.000 von 1,3 Millionen Wahlberechtigten.

Neben Hamburg kandidieren Los Angeles, Paris, Rom und Budapest für die Ausrichtung des größten Multisport-Ereignisses der Welt. Die Entscheidung über die Ausrichterstadt fällt das Internationale Olympische Komitee (IOC) im September 2017 in Perus Hauptstadt Lima.