Nach Bränden

Brandermittler können Bunker nur unter Vollschutz betreten

Die Begehung der Bunker stellt die Brandermittler vor Herausforderungen. Anwohner können vor dem Wochenende nicht in Häuser zurück.

Hamburg. Die Brände in zwei Hamburger Hochbunkern stellen die Brandermittler der Polizei vor große Herausforderungen. Sie konnten den Bunker in Rothenburgsort am Dienstag nur unter Vollschutz und mit Pressluftflaschen betreten, wie eine Polizeisprecherin am Mittwoch mitteilte. An einen für die Ermittlungen besonders interessanten Bereich seien sie nicht herangekommen. Jetzt machten sich die Experten zunächst einen Plan. „Dann sehen sie weiter“, hieß es. Die Ermittlungen könnten sich hinziehen. Den zweiten Brandort im Stadtteil Bahrenfeld wollen die Beamten am Donnerstag in Augenschein nehmen, ebenfalls unter Vollschutz.

Am Mittwoch konnten Handwerker mit den Reparaturen von Türen und Fenstern beginnen, wie die Frank-Gruppe, die die Häuser verwaltet, mitteilte. Auch erste Treppenhäuser wurden gereinigt, wie ein Sprecher der Hausverwaltung sagte. Vor dem Wochenende könnten die bis zu 400 Anwohner aber nicht in ihre Häuser zurück.

In dem Hochbunker waren am Dienstag vergangener Woche mehr als 70 Tonnen ätherische Öle in Brand geraten und noch während der Löscharbeiten überraschend explodiert. 45 Menschen wurden verletzt. In dem Bahrenfelder Bunker, der in der Nacht zum Samstag brannte, lagerten 5,5 Tonnen Pyrotechnik.